Warum der 5. Februar der offizielle "Hast du gepupst?"-Tag ist
Edelgard HolzapfelWarum der 5. Februar der offizielle "Hast du gepupst?"-Tag ist
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. An diesem Tag wird dazu aufgerufen, Blähungen als normalen und natürlichen Teil des Lebens zu akzeptieren. Während die Ursprünge des Tages klar sind, bleibt die Wahl des Datums selbst für seinen Erfinder ein Rätsel.
Erfunden wurde der Tag 2006 von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Karikaturisten. Sein Ziel war es, das Tabu um körpereigene Funktionen durch humorvolle Aufarbeitung zu brechen. Trotz des spielerischen Ansatzes hat Melnyk nie erklärt, warum er ausgerechnet den 5. Februar für diesen Anlass ausgewählt hat.
Das Datum fällt mit anderen kuriosen Feiertagen zusammen, darunter der Welt-Nutella-Tag, der US-amerikanische Tag der Wetteransager und Finnlands Runeberg-Tag. In den USA ist der 5. Februar zudem der National Fart Day – allerdings ist dessen Hintergrund nur unzureichend dokumentiert.
Sogar in kulturellen Mythen taucht das Thema Blähungen auf: Die Tatuyo, ein indigenes Volk aus der kolumbianischen Region Vaupés, erzählen sich eine Geschichte über den Ursprung des Tons, die möglicherweise mit einem Furz in Verbindung steht. Dieser Mythos wurde in Elsa Gómez-Imberts Essay "La façon des poteries" aus dem Jahr 1990 festgehalten.
Eine der bekanntesten Persönlichkeiten der "Furz-Unterhaltung" ist der britische Künstler Mr. Methane (mit bürgerlichem Namen Paul Oldfield). Berühmt für seine musikalischen Furz-Darbietungen, spalten seine Auftritte das Publikum: Die einen finden sie urkomisch, andere empfinden sie als peinlich.
Der "Hast du gepupst?"-Tag wird weiterhin jedes Jahr am 5. Februar begangen – eine Mischung aus Humor und der Botschaft, den eigenen Körper zu akzeptieren. Warum der Erfinder dieses Datum gewählt hat, bleibt zwar unklar, doch teilt sich der Tag den Kalender mit anderen skurrilen Feiertagen. Letztlich ist er eine lockere Erinnerung daran, dass Blähungen, genau wie Lachen, zum Menschsein dazugehören.






