15 May 2026, 16:12

Warken plant radikale Kürzungen bei Pflegezuschüssen – und löst Empörung aus

Plakat mit dem Text "Präsident Biden beschränkt Insulin-Kosten auf 35 Dollar im Monat für Senioren mit Medicare dank des Inflation Reduction Act" neben einem Logo.

Warken plant radikale Kürzungen bei Pflegezuschüssen – und löst Empörung aus

Gesundheitsministerin Nina Warken plant drastische Kürzungen bei den Pflegezuschüssen – und erntet scharfe Kritik der Krankenkassen. Die vorgeschlagenen Reformen sehen vor, die Erhöhung der Zuschüsse zu verschieben und die Kostenübernahme zu deckeln, was die Belastung für Heimbewohner deutlich steigern würde. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, warnt, dass diese Maßnahmen die bestehende Pflegenotlage weiter verschärfen könnten.

Nach der aktuellen Regelung zahlen Heimbewohner rund 3.200 Euro im Monat, wobei sich die Zuschüsse mit der Aufenthaltsdauer erhöhen. Warkens Plan sieht vor, diese Anpassungen einzufrieren und die maximale Kostenübernahme nach viereinhalb Jahren auf 70 Prozent zu begrenzen. Durch diese Verzögerung müssten die Bewohner monatlich zusätzliche 161 Euro selbst tragen – über den gleichen Zeitraum summiert sich das auf fast 20.000 Euro.

Zudem sind Kürzungen bei den Zuschüssen für stationäre Pflege vorgesehen. Bis Mitte Mai will Warken ein vollständiges Sparpaket vorlegen, das nach Einschätzung Storms die Rentenansprüche von pflegenden Angehörigen halbieren könnte. Ohne Gegenmaßnahmen droht der DAK in den nächsten zwei Jahren ein Defizit von über 22 Milliarden Euro.

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Storm fordert Warken auf, die Pläne zu überdenken, da sie die Langzeitpflegekrise weiter verschärfen könnten. Die finanzielle Belastung für Bewohner und pflegende Angehörige würde seiner Meinung nach deutlich steigen, sollten die Reformen wie geplant umgesetzt werden.

Die Änderungen würden die Kosten weiter auf die Bewohner abwälzen und die Unterstützung für Angehörige reduzieren. Falls die Pläne durchgesetzt werden, müssten Tausende langfristig mehrere Tausend Euro mehr zahlen. Warkens endgültige Vorschläge werden in den kommenden Wochen erwartet.

Quelle