28 March 2026, 10:15

Verkehrsminister Schnieder lehnt günstigeres ÖPNV-Ticket und Tempolimit ab

Alte Deutschlandkarte mit einem Mannsporträt und bedrucktem Text, der wahrscheinlich Datum und Uhrzeit enthält.

Verkehrsminister Schnieder lehnt günstigeres ÖPNV-Ticket und Tempolimit ab

Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) lehnt Forderungen nach einem günstigeren ÖPNV-Ticket ab. Stattdessen wirbt er für das Deutschlandticket, das aus seiner Sicht bereits ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis biete. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er auch Vorschläge für eine Deckelung der Spritpreise sowie ein generelles Tempolimit auf Autobahnen zurückweist.

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Das im Mai 2023 eingeführte Deutschlandticket verzeichnet in ganz Deutschland eine starke Nachfrage. Allein in Berlin stiegen die Fahrgastzahlen im ersten Jahr um 20–30 Prozent, München meldete ein Plus von 25 Prozent, und Hamburg verzeichnete ein Wachstum von 15–20 Prozent. Bis Anfang 2026 wurden laut Angaben der Deutschen Bahn und lokaler Verkehrsverbünde bereits über 10 Millionen Monatskarten verkauft. Schnieder betonte, dass der Preis von 63 Euro nach wie vor unter dem üblicher Monatskarten liege und bundesweites Fahren ermöglichte.

Zudem wies er den Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zurück, das luxemburgische Modell fester Spritpreise zu übernehmen. Schnieder bezeichnete dies als schweren Eingriff in den Markt, der den Wettbewerb verzerrt würde. Zum Thema Tempolimit argumentierte er, dass Autofahrer, die ihr Tempo reduzierten, ohnehin Sprit sparten – ohne dass es dafür Regulierungen brauche.

Die Finanzierung des Deutschlandtickets ist bis 2030 gesichert, sodass seine Fortführung gewährleistet ist. Schnieder bleibt überzeugt, dass das aktuelle System angesichts seiner Erschwinglichkeit und flächendeckenden Gültigkeit die beste Lösung für Reisende sei.

Damit bleibt das Deutschlandticket vorerst die zentrale ÖPNV-Lösung in Deutschland. Mit langfristiger Finanzierung und steigenden Nutzerzahlen dürfte das Angebot auch künftig ein Schlüsselelement der Verkehrspolitik bleiben. Vorschläge zu Spritpreisdeckeln und Tempolimits hat der Minister hingegen klar abgelehnt.

Quelle