10 April 2026, 18:12

VdK-Präsidentin Bentele fordert faire Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK-Präsidentin Bentele fordert faire Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, fordert grundlegende Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie warnt, dass geplante Sparmaßnahmen sozial Schwache unverhältnismäßig belasten könnten, ohne die eigentlichen Finanzprobleme des Systems zu lösen. Ihre Vorschläge kommen vor der für Montag erwarteten Veröffentlichung des Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, in dem 60 mögliche Einsparungen im Gesundheitswesen aufgezeigt werden sollen.

Bentele betont, dass strukturelle Veränderungen und nicht Leistungskürzungen notwendig seien, um das System zu stabilisieren. Sie lehnt höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren ab, da diese vor allem chronisch Kranke, ältere und einkommensschwache Patientinnen und Patienten treffen würden. Auch die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung lehnt sie ab, da dies Frauen und Haushalte mit geringem Einkommen zusätzlich belasten würde.

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Stattdessen schlägt sie vor, vorübergehend die Ausgaben für Leistungserbringer einzufrieren und die Kosten fairer zu verteilen. Zu ihren Ideen gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der beitragspflichtigen Einnahmearten. Zudem regt sie an, dass der Bund gesellschaftlich relevante Ausgaben, die derzeit von den Krankenkassen getragen werden, übernehmen sollte.

Der VdK erwartet von den anstehenden Vorschlägen der Gesundheitsfinanzkommission eine Entlastung der Beitragszahler ohne Kürzungen bei den Leistungen. Bentele unterstreicht, dass Reformen die Versorgungsqualität sichern und gleichzeitig eine langfristige Finanzstabilität gewährleisten müssten.

Die Empfehlungen der Kommission werden am Montag veröffentlicht und bilden die Grundlage für mögliche Änderungen in der Gesundheitsfinanzierung. Benteles Position macht deutlich, wie wichtig Reformen sind, die Patientinnen und Patienten schützen und gleichzeitig den finanziellen Druck mindern. Die Debatte wird sich voraussichtlich darauf konzentrieren, wie die Kosten gerechter verteilt werden können, ohne unverzichtbare Leistungen zu stürzen.

Quelle