25 June 2026, 00:10

Vatikan blockiert Laienpredigten: Deutsche Kirche muss Reformpläne begraben

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laien-Homilien ab, löst Gegenreaktion bei Laienverbänden aus

Vatikan blockiert Laienpredigten: Deutsche Kirche muss Reformpläne begraben

Der Vatikan hat einen Antrag deutscher Bischofskonferenz abgelehnt, Laien die Haltung von Predigten während der Messe zu gestatten. Die Entscheidung folgt auf einen Vorschlag des „Synodalen Wegs“, eines Reformprozesses unter Beteiligung von Laiengruppen in Deutschland. Kardinal Arthur Roche, ein hochrangiger Vatikanvertreter, lehnte den Antrag mit Verweis auf geltendes Kirchenrecht ab.

Im Rahmen des „Synodalen Wegs“ war vorgeschlagen worden, qualifizierten Laien zu erlauben, an Sonn- und Feiertagsmessen zu predigen, wenn seelsorgerische Notwendigkeiten bestünden. Der Antrag war offiziell von der Deutschen Bischofskonferenz zur Genehmigung an den Vatikan weitergeleitet worden.

Kardinal Roche, Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, begründete seine Ablehnung mit dem Codex des Kanonischen Rechts und der Instruktion Redemptionis Sacramentum aus dem Jahr 2004. Beide Dokumente sehen vor, dass die Predigt während der Messe ausschließlich geweihten Priestern oder Diakonen vorbehalten bleibt und schließen damit eine Beteiligung von Laien aus. Die Deutsche Bischofskonferenz bestätigte die Ablehnung und räumte ein, dass nicht ordinierte Personen während der Eucharistiefeier nicht predigen dürfen.

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Die Reaktionen auf die Entscheidung ließen nicht lange auf sich warten. Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, kündigte an, das Thema weiterhin mit den Bischöfen voranzutreiben. Auch der Katholische Deutsche Frauenbund kritisierte die Entscheidung scharf und bezeichnete sie als Beleg für die Ausschließung von Frauen aus bedeutenden Rollen. Papst Franziskus hatte zuvor gewarnt, der „Synodale Weg“ werde eher von Ideologie als von geistlicher Führung geprägt.

Die Entscheidung des Vatikans bedeutet, dass die bestehenden Regeln unverändert bleiben. Laien in Deutschland dürfen unter keinen Umständen während der Messe predigen. Die deutschen Bischöfe und Laiengruppen müssen nun innerhalb der Grenzen des Kirchenrechts über ihre nächsten Schritte entscheiden.

Quelle