USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius fordert mehr europäische Eigenverantwortung
Bianca StiebitzUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Pistorius fordert mehr europäische Eigenverantwortung
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Schritt als erwartet, betonte jedoch die Notwendigkeit, dass Europa seine eigene Sicherheit stärken müsse. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Deutschland plant, seine Streitkräfte um Zehntausende Soldaten zu vergrößern.
Am 1. Mai bestätigten die USA, ihre militärische Präsenz in Deutschland um 5.000 Angehörige der Streitkräfte zu verringern. Der Abzug soll in den kommenden 6 bis 12 Monaten erfolgen. Derzeit sind in Deutschland etwa 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter auch wichtige Kommandostandorte für US-Operationen in Europa und Afrika.
NATO-Vertreter arbeiten nun mit den USA zusammen, um die genauen Modalitäten des Truppenabbaus zu klären. Unterdessen wiederholte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius, dass die Entscheidung nicht überraschend komme. Gleichzeitig forderte er die europäischen Staaten auf, mehr Verantwortung für ihre Verteidigung zu übernehmen.
Deutschland hat bereits angekündigt, die Bundeswehr von 185.000 auf 260.000 Soldaten aufstocken zu wollen. Kritiker halten jedoch selbst diese Aufstockung für unzureichend. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte in einer separaten Stellungnahme, dass den USA in den anhaltenden Spannungen mit dem Iran eine klare Strategie fehle.
Der schrittweise Abzug der US-Truppen wird die militärische Präsenz der USA in Deutschland verringern. Die deutsche Führung konzentriert sich nun darauf, die eigenen Verteidigungsfähigkeiten auszubauen. Die Entwicklungen spiegeln einen Wandel hin zu einer größeren europäischen Eigenständigkeit in Sicherheitsfragen wider.






