Unionspolitiker fordern acht Jahre Wartezeit und weniger doppelte Staatsbürgerschaften
Bianca StiebitzUnionspolitiker fordern acht Jahre Wartezeit und weniger doppelte Staatsbürgerschaften
Zwei Politiker der Mitte-rechts-Unionsfraktion haben strengere Regeln für die deutsche Staatsbürgerschaft vorgeschlagen. Alexander Throm und Roman Poseck fordern längere Mindestaufenthaltszeiten und schärfere Kontrollen bei der doppelten Staatsangehörigkeit. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Einbürgerungspraxis in Deutschland grundlegend zu reformieren.
Alexander Throm setzt sich dafür ein, die reguläre Aufenthaltsdauer vor einer Einbürgerung wieder auf acht Jahre zu erhöhen. Derzeit müssen Antragsteller zudem 60 Monate Rentenversicherungsbeiträge nachweisen, um eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten. Throm schlägt vor, dass erst mit Erhalt einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis die Aufenthaltszeit für die Einbürgerung angerechnet werden sollte.
Darüber hinaus will Throm die grundsätzliche Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft abschaffen. Er regt an, Personen mit geschütztem Status – etwa Geflüchtete – von der Einbürgerung auszuschließen. Sein Ziel ist es, eine stärkere Bindung an die deutsche Staatsangehörigkeit vor der Verleihung sicherzustellen.
Roman Poseck befürwortet eine strengere Prüfung jedes Einbürgerungsfalls. Er argumentiert, dass die doppelte Staatsbürgerschaft die Integration erschwere und die Loyalität zu Deutschland schwäche. Wie Throm ist Poseck der Meinung, dass Mehrstaatigkeit nur in Ausnahmefällen gestattet werden sollte. Beide Politiker betonen, dass eine klare Loyalität zu Deutschland bei jeder Einbürgerungsentscheidung im Mittelpunkt stehen müsse.
Die Vorschläge würden die Aufenthaltsvoraussetzungen verlängern und die doppelte Staatsangehörigkeit einschränken. Falls umgesetzt, hätten sie zur Folge, dass Bewerber länger in Deutschland leben müssten, bevor sie sich einbürgern lassen könnten. Zudem würde die Zahl der Personen sinken, die nach den aktuellen Regeln Anspruch auf eine doppelte Staatsbürgerschaft hätten.






