14 June 2026, 04:08

Ulla Schmidt fordert radikale Reformen für Pflege und Rente – doch wer zahlt?

Ulla Schmidt plädiert für höhere Rente

Ulla Schmidt fordert radikale Reformen für Pflege und Rente – doch wer zahlt?

Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, fordert umfassende Reformen der deutschen Pflege- und Rentensysteme. Sie argumentiert, dass die aktuellen Finanzierungsmodelle nicht mehr tragfähig seien und dringend überarbeitet werden müssten.

Schmidt schlägt vor, Steuerreformen mit Änderungen bei der Pflegefinanzierung zu verknüpfen. Als ersten praktischen Schritt regt sie an, die Einnahmen aus den Pflegeversicherungsbeiträgen in einem einzigen Pflegefonds zusammenzufassen. Diese Konsolidierung, so ihre Einschätzung, ließe sich durch einen einfachen Bundestagsbeschluss umsetzen.

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Zudem spricht sie sich für eine Anhebung des Renteneintrittsalters und stärkere Anreize aus, länger zu arbeiten. Gleichzeitig betont sie, dass Menschen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen ihre Berufstätigkeit nicht verlängern können, unterstützt werden müssten.

In der Familienpolitik plädiert Schmidt für eine Umstellung der Finanzierung: Leistungen sollten ihrer Meinung nach nicht über Sozialversicherungsbeiträge, sondern aus Steuermitteln finanziert werden. Diese Änderung, so ihre Begründung, würde den Druck auf die Pflegefinanzierung verringern und eine breitere Debatte darüber anstoßen, wer welche Leistungen tragen solle.

Ziel von Schmidts Vorschlägen ist es, die finanzielle Belastung der Pflege- und Rentensysteme zu mildern. Ihre Empfehlungen umfassen strukturelle Änderungen bei der Finanzierung sowie eine grundsätzliche Diskussion über die Verantwortung für soziale Dienstleistungen. Die Reformen seien unverzichtbar, um die Systeme zukunftsfest zu machen, insistiert sie.

Quelle