Tod der Kessler-Zwillinge entfacht Debatte über Sterbehilfe in Deutschland

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Ein Mann in Anzug und Uhr sitzt auf einem Stuhl und hält ein Mikrofon, mit einem leeren Stuhl neben ihm und einer hölzernen Wand dahinter.

"Bergdoktor"-Star fordert rechtliche Regelung - Tod der Kessler-Zwillinge entfacht Debatte über Sterbehilfe in Deutschland

Die Debatte über Sterbehilfe ist in Deutschland nach dem Tod von Ellen und Alice Kessler neu entfacht. Die Zwillingsschwestern, bekannt für ihre Karriere in der Unterhaltungsbranche, sollen sich laut Berichten für einen assistierten Suizid entschieden haben – und fordern damit Forderungen nach klareren gesetzlichen Regelungen heraus. Prominente Stimmen wie der Schauspieler Hans Sigl und der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach haben sich zu der Notwendigkeit strengerer Vorschriften geäußert.

Unterdessen steht Menschen in Krisensituationen weiterhin Unterstützung zur Verfügung: Die anonyme Telefonseelsorge bietet rund um die Uhr Hilfe für alle, die mit Depressionen oder Suizidgedanken kämpfen.

Der Tod der Kessler-Zwillinge lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die deutschen Gesetze zur Sterbehilfe. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben bestätigte, dass sich beide Frauen für einen assistierten Suizid entschieden haben – eine Praxis, die in Deutschland legal ist. Aktive Sterbehilfe, bei der eine dritte Person den Tod direkt herbeiführt, bleibt jedoch verboten.

Schauspieler Hans Sigl setzt sich seit Langem für die Legalisierung der Sterbehilfe ein. Er betont, dass klare rechtliche Rahmenbedingungen unerlässlich seien, insbesondere dazu, wer den Prozess begleiten solle und unter welchen Bedingungen. Sigls Position deckt sich mit der von Klaus Reinhardt, dem Präsidenten der Bundesärztekammer, der die aktuelle ungeregelte Situation kürzlich als ethisch problematisch kritisierte. Reinhardt forderte neue Gesetze, um diese Bedenken auszuräumen.

Auch der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach unterstützt das Recht auf assistierten Suizid, bezeichnet die aktuellen Praktiken jedoch als ethisch nicht vertretbar. Er betont, dass jede Entscheidung, das eigene Leben zu beenden, in voller geistiger Zurechnungsfähigkeit getroffen werden müsse – und nicht von kommerziellen Interessen beeinflusst sein dürfe.

Für Menschen in akuten Notsituationen bietet die Telefonseelsorge unter den Nummern 0800/111 0 111, 0800/111 0 222 oder 116 123 rund um die Uhr vertrauliche und kostenlose Hilfe an. Alle Gespräche bleiben anonym.

Der Tod der Kessler-Zwillinge hat die Diskussion über Sterbehilfe weiter angeheizt, wobei sich mehrere Stimmen für eine Reform der Gesetze aussprechen. Zwar ist der assistierte Suizid in Deutschland erlaubt, doch Kritiker fordern strengere Kontrollen, um Missbrauch zu verhindern. Unterstützungsangebote wie die Telefonseelsorge leisten weiterhin Soforthilfe für Menschen in psychischen Krisen oder mit Suizidgedanken. Die Debatte wird voraussichtlich die künftige Politik zur Sterbebegleitung im Land prägen.

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