Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Modernisierung und Infrastruktur
Edelgard HolzapfelWolf: "Geschwindigkeit zahlt sich bei Investitionen aus" - Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Modernisierung und Infrastruktur
Thüringen erhält 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundes-Sondervermögen
In den nächsten zwölf Jahren fließen 2,5 Milliarden Euro aus dem deutschen Sondervermögen des Bundes nach Thüringen. Das Land will die Mittel nutzen, um Investitionsstaus abzubauen und die Lebens- sowie Wirtschaftsbedingungen für Bürger und Unternehmen zu verbessern. Finanzministerin Katja Wolf betont die Dringlichkeit zügiger Umsetzungen – angesichts globaler Spannungen könnten die Kosten sonst weiter steigen.
Die erste Tranche umfasst 633 Millionen Euro, die 2023 und 2024 investiert werden – etwa ein Viertel der Gesamtzuweisung. Priorität haben Projekte, die bereits in der Planung sind, um schnelle Fortschritte zu gewährleisten. Das Land übernimmt selbst die Zinsen und Tilgungen, was die Bürokratie für Kommunen verringert.
Die Gelder fließen gezielt in Bereiche mit akutem Handlungsbedarf: innere Sicherheit, Digitalisierung, Energie, Bildung und Forschung. Konkrete Vorhaben sind unter anderem 10 Millionen Euro für digitale Gesundheitssysteme, 8 Millionen Euro für barrierefreien ÖPNV und 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum. Zusätzlich sind 75 Millionen Euro für die Umstrukturierung des Thüringer Krankenhausnetzes vorgesehen.
Anders als andere Bundesländer startet Thüringen ein eigenes Programm über 1 Milliarde Euro zur direkten Unterstützung der Kommunen bis 2029. Damit sollen Mittel schneller und effizienter verteilt werden als über die herkömmliche Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern.
Die Investitionsoffensive zielt darauf ab, die Infrastruktur und Dienstleistungen des Landes zu modernisieren und Projekte gleichzeitig vor steigenden Kosten zu schützen. Durch die zentrale Übernahme der Kredittilgung will Thüringen die Gelder zügig in die Umsetzung bringen. Erste sichtbare Ergebnisse werden in den kommenden zwei Jahren erwartet.






