29 June 2026, 12:16

Spritrabatt kostete den Staat 1,6 Milliarden – doch wer profitierte wirklich?

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Spritrabatt kostete den Staat 1,6 Milliarden – doch wer profitierte wirklich?

Die deutsche Spritrabatt-Aktion hat den Staat 1,6 Milliarden Euro gekostet. Die Maßnahme, die die steigenden Kraftstoffpreise abfedern sollte, kam bei den Autofahrern jedoch unterschiedlich an – nicht alle Ersparnisse wurden an die Verbraucher weitergegeben, ein Teil blieb bei den Mineralölkonzernen hängen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei Premiumkraftstoffen wie Super E5 und Super E10 wurde der Rabatt fast vollständig an die Verbraucher weitergereicht: Hier lagen die Ersparnisse bei 17 bzw. 16 Cent pro Liter und entsprachen damit weitgehend der Steuerentlastung. Bei Diesel hingegen behielten die Konzerne einen Teil des Rabatts ein, sodass die Verbraucher nicht die volle Ersparnis erhielten.

Eine Studie der Monopolkommission kommt zu dem Schluss, dass die Preissenkung nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Dies widerspricht den Erkenntnissen des ifo Instituts, das die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich verglichen hatte. Die unterschiedlichen Ergebnisse könnten auf verschiedene Berechnungsmethoden zurückzuführen sein, mit denen die Auswirkungen des Rabatts bewertet wurden.

Die Ergebnisse des ifo Instituts stehen zudem im Widerspruch zu den Aussagen des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV). Dieser hatte behauptet, die Steuerermäßigung sei vollständig an die Autofahrer weitergegeben worden. Unabhängig von der Debatte werden die Spritpreise voraussichtlich Anfang Juli wieder steigen, wenn der Rabatt ausläuft.

Die 1,6 Milliarden Euro teure Maßnahme brachte den Verbrauchern gemischte Ergebnisse: Während Nutzer von Premiumkraftstoffen fast die volle Ersparnis erhielten, profitierten Dieselfahrer und der breitere Markt nur teilweise. Mit dem Ende des Rabatts im kommenden Monat ist mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen.

Quelle