23 April 2026, 18:13

Spritpreise sinken im Mai – doch der Rabatt hat einen hohen Preis

Eine lange Reihe von Taxis, die an einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrradfahrern und Fußgängern auf dem Gehweg, flankiert von Laternen und Bäumen, und Gebäuden, einem Bogen und einem Turm im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Spritpreise sinken im Mai – doch der Rabatt hat einen hohen Preis

Spritpreise an der Zapfsäule sollen im Mai sinken – dank eines zweimonatigen Steuerrabatts. Die Bundesregierung plant, die Steuern auf Diesel und Benzin um etwa 17 Cent pro Liter zu senken. Der Bundestag stimmt über die Maßnahme an diesem Freitag ab.

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Die temporäre Ermäßigung gilt vom 1. Mai bis zum 30. Juni. Falls die Ersparnis vollständig an Verbraucher und Unternehmen weitergegeben wird, könnten diese insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro sparen. Der Sozialverband Deutschland (VdK) warnt jedoch, dass der zweimonatige Spritrabatt den Bund genauso viel kosten werde wie die Finanzierung des Deutschlandtickets für das gesamte Jahr 2026.

Aktuell gibt die Regierung jährlich 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket aus. Der VdK argumentiert, dass ein dauerhaft bezahlbares Ticket nachhaltigere Entlastung böte als kurzfristige Spritpreissenkungen. Die Organisation fordert stattdessen umfassendere Unterstützungsmaßnahmen.

Der VdK schlägt einkommensabhängige Direktzahlungen und Anpassungen bei den Grundsicherungsleistungen vor. Zudem brauche es gezielte Hilfe für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Laut dem Verband würden diese Schritte den finanziellen Druck wirksamer lindern als die alleinige Senkung der Spritsteuer. Ziel des Steuerrabatts ist es, die Kosten an der Tankstelle für zwei Monate zu drücken. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Einsparungen des Staates dem jährlichen Budget für das Deutschlandticket entsprechen. Der VdK besteht darauf, dass langfristige Lösungen – wie günstigerer ÖPNV und direkte Hilfen – mehr Menschen zugutekämen.

Quelle