Spritpreise explodieren: Warum Pendler und Kleinbetriebe jetzt zahlen müssen
Bianca StiebitzSchweitzer: Maßnahmen zur Drosselung von Kraftstoffpreisen reichen nicht aus - Spritpreise explodieren: Warum Pendler und Kleinbetriebe jetzt zahlen müssen
Spritpreise in Deutschland steigen erneut – Pendler und Kleinbetriebe besonders betroffen
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat die Reaktion der Bundesregierung auf die aktuelle Preisentwicklung als unzureichend scharf kritisiert. Angesichts der anstehenden Landtagswahl am kommenden Sonntag verschärft seine Kritik den Druck auf SPD und CDU gleichermaßen.
Im Februar 2026 stiegen die Kosten für Benzin und Diesel deutlich an: Super E10 erreichte im Schnitt 1,760 Euro pro Liter – ein Plus von 2,1 Cent gegenüber Januar. Diesel kostete durchschnittlich 1,722 Euro pro Liter, ein Anstieg um drei Cent. Die Preissprünge von 3,5 Prozent bei Benzin und 4,6 Prozent bei Diesel lagen damit mehr als doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt. Hintergrund ist die Eskalation im Iran-Konflikt, die den Ölpreis von rund 72 US-Dollar pro Fass Ende Februar auf über 90 US-Dollar Anfang März trieb.
Schweitzer warf dem von der CDU geführten Bundeswirtschaftsministerium vor, die Krise zu unterschätzen. Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht aus, um Autofahrer und kleine Unternehmen zu entlasten, die nun die Hauptlast tragen müssten, so der SPD-Politiker. Zudem kritisierte er die Haltung der CDU bei der Beamtenbesoldung als "heuchlerisch".
In der Debatte um Reformen im öffentlichen Dienst zeigte sich Schweitzer zwar gesprächsbereit, forderte aber, dass mögliche Änderungen bundesweit einheitlich und für alle Parteien gelten müssten. Seine Äußerungen fallen in eine Phase hochspannender Wahlkampfendphase: Umfragen sehen SPD und CDU in Rheinland-Pfalz Kopf an Kopf, ohne dass eine der beiden Parteien eine klare Führung innehat.
Der erneute Preisschub an den Zapfsäulen heizt die politische Auseinandersetzung vor der Wahl am Sonntag weiter an. Schweitzers Forderung nach entschlossenerem Handeln der Bundesregierung setzt Berlin unter Zugzwang, seine Politik zu überprüfen. Gleichzeitig wird sich zeigen, ob seine Kritik bei den Wählern genug Anklang findet, um das Rennen zu beeinflussen.






