Spargelsaison startet in Brandenburg – doch die Kosten explodieren für Bauern
Edelgard HolzapfelSpargelsaison startet in Brandenburg – doch die Kosten explodieren für Bauern
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – erste Ernte aus Beelitz trifft ein
In Brandenburg hat die Spargelsaison begonnen, die ersten Ernten kommen aus der Region Beelitz. Die Landwirte sehen sich in diesem Jahr höheren Kosten gegenüber, da steigende Dieselpreise und der neue Mindestlohn die ohnehin schrumpfende Branche zusätzlich unter Druck setzen.
Die Preise für den ersten Spargel der Saison liegen zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Verfüglichkeit in den kommenden Wochen werden sie voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro sinken. Trotz der hohen Anfangspreise rechnen die Anbauer für 2025 mit einer guten Ernte.
Die Produktionskosten sind deutlich gestiegen, unter anderem wegen der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde. Da die Branche stark von ausländischen Saisonarbeitern abhängig ist, schlägt der Lohnanstieg stärker zu Buche. Gleichzeitig drücken Supermarktketten die Preise, was es den Landwirten erschwert, ihre gestiegenen Kosten weiterzugeben.
Die Dieselpreise sind aufgrund der Spannungen im Iran-Konflikt weiter angestiegen. Für manche Spargelbauern bedeutet das alle zehn Tage zusätzliche Kraftstoffkosten in Höhe von 5.000 Euro. Die finanzielle Belastung kommt zu einer Zeit, in der die Anbauflächen für Spargel in Brandenburg weiter schrumpfen. Die diesjährige Anbaufläche beträgt etwa 3.400 Hektar – 160 weniger als 2024 –, wobei einige Schätzungen von rund 4.026 Hektar ausgehen. In den letzten fünf Jahren haben immer weniger Betriebe in der Branche durchgehalten, was die Gesamtproduktion verringert.
Die Kombination aus höheren Löhnen, Spritkosten und Preisdruck durch den Handel lässt den Landwirten kaum Spielraum. Zwar könnte eine gute Ernte etwas Entlastung bringen, doch der langfristige Trend zeigt einen rückläufigen Spargelanbau in Brandenburg. Die diesjährigen Kosten werden voraussichtlich die Entscheidungen für künftige Anpflanzungen prägen.






