17 June 2026, 18:17

Sozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – doch es gibt Lichtblicke

Auch im Jahr 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – doch es gibt Lichtblicke

Deutschlands Sozialwohnungsbestand ist im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft. Bis Ende 2025 verfügte das Land über 20.000 Wohnungen weniger als noch im Vorjahr. Dieser Rückgang folgt auf umfangreiche Änderungen bei den mietpreisbremsten Vorschriften sowie regionale Unterschiede im Wohnungsangebot.

Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus dem geförderten Sozialwohnungsbestand genommen. Die Verluste fielen jedoch je nach Bundesland unterschiedlich aus. Nordrhein-Westfalen verzeichnete den stärksten Rückgang mit 18.538 weniger Sozialwohnungen im Jahr 2024. Auch Bayern verlor 2.790 Einheiten, während Berlin ein Minus von 2.957 Wohnungen meldete.

Einige Regionen entwickelten sich jedoch gegen den Trend.Baden-Württemberg erzielte mit einem Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen die beste Bilanz, gefolgt von Niedersachsen, das 1.240 zusätzliche Wohnungen schaffte. Beim Studentenwohnheimbau gab es ebenfalls Fortschritte: 4.701 neue Plätze für Studierende und Auszubildende entstanden.

Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen registriert. Als Reaktion auf die Rückgänge kündigte Baulandministerin Verena Hubertz an, bis 2029 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen.

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Der allgemeine Rückgang verschärft die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum. Die geplanten Fördergelder sollen die Entwicklung umkehren, indem sie den Neubau vorantreiben und den Erhalt bestehender Wohnungen sichern. Entscheidend wird sein, wie schnell die Mittel fließen und eingesetzt werden.

Quelle