10 May 2026, 16:08

Schärfere Regeln: Bundesregierung will Kinder besser vor häuslicher Gewalt schützen

Plakat mit der Überschrift "Executive Orders Protecting Reproductive Rights" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer Grafik einer Person mit ausgestreckten Armen neben dem Text.

Schärfere Regeln: Bundesregierung will Kinder besser vor häuslicher Gewalt schützen

Bundesjustizministerium plant schärfere Regeln zum Schutz von Kindern und Opfern häuslicher Gewalt

Nach den Plänen des Ministeriums könnten gewalttätige Eltern künftig mit zeitweiligen oder dauerhaften Kontaktverboten zu ihren Kindern belegt werden. Die Initiative zielt darauf ab, den Schutz in Familiensachen zu verstärken.

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Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) stellte den Entwurf im Rahmen einer umfassenden Reform des Familienrechts vor. Bisher müssen Gerichte häusliche Gewalt in Sorgerechtsverfahren berücksichtigen – die neuen Vorschläge gehen jedoch weiter: Richter sollen klarere Befugnisse erhalten, den Umgang auszusetzen, wenn ein gewalttätiger Elternteil die körperliche Sicherheit des anderen Elternteils gefährdet.

Ein pauschales Kontaktverbot ist nicht vorgesehen. Stattdessen sollen Familiensachen individuell geprüft werden. Je nach Einzelfall könnten auch weniger weitreichende Maßnahmen wie begleitete Umgangsrechte angeordnet werden.

Ziel der Reform ist es, Kindern ein gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen. Durch die Stärkung der gerichtlichen Handlungsmöglichkeiten will die Bundesregierung weitere Schäden für Betroffene und ihre Familien verhindern.

Falls der Entwurf verabschiedet wird, erhalten Familiengerichte präzisere Leitlinien für den Umgang mit Fällen häuslicher Gewalt. Damit soll das Risiko für Eltern und Kinder in gewaltbelasteten Situationen verringert werden. Der Gesetzentwurf wird nun weiter beraten.

Quelle