28 June 2026, 22:12

Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen gebrochener Zusagen

"Keine Zukunftsplanung, aber der Anfang vom Ende unserer Zukunft!"

Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen gebrochener Zusagen

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat Volkswagen-Chef Oliver Blume wegen jüngster Medienberichte scharf kritisiert. Klingebiel zeigte sich verärgert über Blumes öffentliche Infragestellung einer vor nur eineinhalb Jahren geschlossenen wichtigen Vereinbarung. Die Äußerungen bezeichnete er als gleichermaßen irritierend wie aufbringend.

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Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall von Volkswagen auf eine gemeinsame Zukunftsstrategie geeinigt. Das Abkommen umfasste zwar Stellenabbau, garantierte aber die Beschäftigung an allen VW-Standorten – einschließlich Salzgitter.

Klingebiel betont nun, dass das Werk in Salzgitter nicht verhandelbar sei. Es müsse ein zentraler Bestandteil der Volkswagen Group bleiben, so der Oberbürgermeister. Zugleich wies er Vorschläge zurück, wonach Werksschließungen und der Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen eine tragfähige Zukunftsstrategie für das Unternehmen darstellen könnten.

Er stellt sich damit an die Seite der Belegschaft vor Ort und der Beschäftigten an allen VW-Standorten. Zudem begrüßte Klingebiel die klare Positionierung des Ministerpräsidenten Olaf Lies in dieser Frage.

Die Haltung des Oberbürgermeisters unterstreicht die Spannungen zwischen der kommunalen Führung und der VW-Konzernspitze. Die bestehende Vereinbarung bleibt weiterhin in Kraft, und die Beschäftigungsgarantien für alle VW-Standorte bestehen fort. Klingebiels Aussagen machen deutlich, welche Bedeutung das Werk Salzgitter für die Region und ihre Arbeitnehmer hat.

Quelle