19 April 2026, 12:12

Sachsen erhöht Beamtengehälter: CDU und SPD einigen sich auf Tarifangleichung

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser freier Handel bedeutet - britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Sachsen erhöht Beamtengehälter: CDU und SPD einigen sich auf Tarifangleichung

Beamte in Sachsen erhalten Gehaltserhöhung nach Einigung von CDU und SPD

Die Beamten im Freistaat Sachsen sollen bald mehr verdienen: Die regierenden Parteien CDU und SPD haben sich auf einen entsprechenden Vorschlag geeinigt, der ihre Gehälter an den aktuellen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst angleicht. Damit steigen nicht nur die Bezüge, sondern auch die Pensionen werden angepasst.

Die Spitzenvertreter beider Fraktionen kündigten an, noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen, um die Änderungen verbindlich zu regeln. Die Vorlage sieht vor, dass die im Februar vereinbarte Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst auch auf die sächsischen Beamten übertragen wird. Dazu gehört eine Lohnerhöhung um 2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro mehr ab dem 1. April 2026. Weitere Steigerungen um 2,0 Prozent (ab 1. März 2027) und 1,0 Prozent (ab 1. Januar 2028) folgen schrittweise.

Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, betonte, die Entscheidung sei ein Zeichen des Respekts gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, nannte das Ergebnis "ausgewogen" und argumentierte, es gehe um Gerechtigkeit: "Beamte müssen dieselben Bedingungen erhalten wie Tarifbeschäftigte."

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte den Beschluss der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, wies auf die unverzichtbare Rolle der Beamten für Rechtsstaat und Demokratie hin.

Auch andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben bereits signalisiert, den aktuellen Tarifabschluss auf ihre Beamten zu übertragen.

Der geplante Gesetzentwurf sieht sowohl Anpassungen bei den Gehältern als auch bei den Pensionen vor. Sollte das Parlament zustimmen, treten die Änderungen stufenweise ab 2026 in Kraft. Sachsen folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer Bundesländer, die ähnliche Zusagen gemacht haben.

Quelle