Sachsen-Anhalt setzt neue Klimaschutz-Prioritäten für moderne Infrastruktur
Anett ZobelSachsen-Anhalt setzt neue Klimaschutz-Prioritäten für moderne Infrastruktur
Wissenschaftlicher Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt legt Schwerpunkte für zukünftige Infrastruktur fest
Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat zentrale Prioritäten für die künftige Infrastruktur des Landes definiert. In einem an Prof. Dr. Armin Willingmann überreichten Positionspapier betont der Beirat die Notwendigkeit strategischer Investitionen, um Lieferketten abzusichern und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Die Empfehlungen zielen darauf ab, den Wandel hin zu einer modernen, klimafreundlichen Wirtschaft zu unterstützen.
Die aktuelle Stellungnahme des Gremiums knüpft an die Erkenntnisse des Zukunfts- und Klimaschutzkongresses sowie an den „Klimaschutz-Fachplan“ des Landes an. Die Vorschläge konzentrieren sich auf vier zentrale Handlungsfelder: moderne Energie- und Wärmesysteme, eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft, emissionsarmen öffentlichen Verkehr sowie nachhaltiges Bauen. Diese Bereiche wurden als entscheidend für langfristige Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit identifiziert.
Mittel aus dem Sondervermögen Infrastrukturgesetz (Infra-SVG) sollten gezielt in Projekte fließen, die die Versorgungssicherheit stärken und regionale Wertschöpfung fördern. Der Beirat unterstrich zudem die Bedeutung einer Verknüpfung von Infrastrukturausbau mit Innovation, Energiesouveränität und Klimazielen. Auf diese Weise könnte Sachsen-Anhalt seine wirtschaftliche Basis festigen und gleichzeitig die Emissionen senken.
Für die kommenden Jahre hat sich der Beirat verpflichtet, die Umsetzung des Sondervermögens weiter fachlich zu begleiten. Mit wissenschaftlicher Expertise soll sichergestellt werden, dass die Investitionen nachhaltige Wirkungen für Infrastruktur und Wirtschaft entfalten. Die aktuelle Amtszeit des Gremiums läuft bis zum 1. Juli 2026; in dieser Zeit wird es die Landesregierung weiterhin zu nachhaltigen Politiken beraten.
Die Empfehlungen des Beirats bieten eine Roadmap für die Infrastruktur- und Klimastrategie Sachsen-Anhalts. Bei Umsetzung könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen die Energiesouveränität erhöhen, die Emissionen verringern und das regionale Wachstum ankurbeln. Die Landesregierung wird die Ratschläge nun bei der Planung künftiger Fördermittelberücksichtigen.






