24 March 2026, 10:12

RENK feiert Rekordzahlen – doch ein Marine-Deal belastet die Aktien

Plakat mit einem Soldaten in einem Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" darüber, der eine entschlossene Miene zeigt.

RENK feiert Rekordzahlen – doch ein Marine-Deal belastet die Aktien

Deutscher Rüstungskonzern RENK meldet Rekordzahlen – doch ein Marineauftrag sorgt für Unsicherheit

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Der deutsche Rüstungs- und Industriekonzern RENK hat seine stärksten Finanzzahlen aller Zeiten vorgelegt: Für das Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 1,37 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 101 Millionen Euro – mehr als das Doppelte des Vorjahresergebnisses. Trotz dieses Erfolgs belastet die Ungewissheit über einen großen Marineauftrag den Aktienkurs: Die Papiere verloren drei Prozent an Wert.

Laut dem jüngsten Finanzbericht verfügt RENK über einen prall gefüllten Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und einem bereinigten Ergebnis zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Die Zahlen unterstreichen den deutlichen Aufwärtstrend in den Bereichen Verteidigung und Industrie.

Die aktuelle Marktverunsicherung geht auf Verzögerungen beim Fregattenprogramm F126 der Deutschen Marine zurück. Der Auftrag im Volumen von rund 10 Milliarden Euro für sechs Schiffe wurde noch nicht vergeben. Der Konkurrenzkonzern Rheinmetall drängt auf eine zügige Wiederaufnahme des ins Stocken geratenen Vergabeverfahrens. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit, ob Rheinmetall als Hauptauftragnehmer infrage kommt – neben einem weiteren Bieter. Eine Entscheidung wird jedoch frühestens Ende April erwartet.

Eine endgültige Zusage könnte zwar bereits in diesem Sommer erfolgen, doch die Verzögerung wirkt sich bereits auf die Börsenkurse aus: Die Aktien von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), einem weiteren Mitbewerber um den Auftrag, büßten fast sieben Prozent ein. Anleger beobachten die Entwicklung genau, denn die Entscheidung über die F126 wird voraussichtlich die Marktstimmung prägen – zumindest bis zum nächsten Quartalsupdate von RENK am 6. Mai 2026.

Während RENK weiterhin stark wächst, steht diesem positiven Trend die kurzfristige Volatilität durch die Unsicherheit beim F126-Programm gegenüber. Die Vergabe des Auftrags wird entscheiden, ob das Unternehmen an seine Rekordleistung anknüpfen kann. Bis dahin bleibt der Markt in abwartender Haltung – in Erwartung der Entscheidung des Verteidigungsministeriums.

Quelle