Rechenfehler führt zu Millionen-Überzahlung bei Auslandszulagen für Beamte
Edelgard HolzapfelRechenfehler führt zu Millionen-Überzahlung bei Auslandszulagen für Beamte
Die deutsche Bundesregierung hat Auslandszulagen für Beamte im Auslandseinsatz zu hoch ausgezahlt. Ein Rechenfehler führte dazu, dass die Zahlungen für etwa ein Drittel der Auslandsstandorte überhöht waren. Der Fehler wurde nun bei den diesjährigen Anpassungen korrigiert.
Beamte, die ins Ausland entsandt werden, erhalten eine zusätzliche Zulage für die besonderen Lebensbedingungen und Erschwernisse vor Ort. Die Höhe der Zulage richtet sich nach Zonenstufen, die ein privates Unternehmen nach einer mit dem Auswärtigen Amt abgestimmten Methodik berechnet. Dabei werden sowohl immaterielle Faktoren als auch Preisunterschiede zwischen Berlin und dem Einsatzort berücksichtigt.
Der Fehler entstand, weil alle Werte fälschlicherweise als positive Zahlen eingetragen wurden. Dadurch wurden die Zonenstufen an 71 von 220 Standorten zu hoch eingestuft. In der Folge zahlte der Staat rund fünf Millionen Euro zu viel aus.
Das Auswärtige Amt hat den Fehler bei der jüngsten Überprüfung der Zonenstufen behoben. Nun prüft es, ob Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden können. Die Korrektur stellt sicher, dass künftige Zahlungen korrekt erfolgen. Der finanzielle Schaden durch den Fehler beläuft sich auf etwa fünf Millionen Euro. Noch ist offen, ob das Unternehmen für die Fehlkalkulation haftbar gemacht wird.
