25 June 2026, 04:08

RAW-Gelände in Berlin: Räumungsdrohung gegen Club Cassiopeia spaltet die Stadt

Protest auf Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Räumungsdrohung gegen Club Cassiopeia spaltet die Stadt

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines langjährigen kulturellen Zentrums, steht auf dem Spiel. Der Streit zwischen der Kurth-Gruppe, dem Senat und dem Bezirk hat einen kritischen Punkt erreicht – für einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, drohen Räumungen.

Das RAW-Gelände, einst Wartungsstätte für Reichsbahn-Züge, ist seit dem Fall der Berliner Mauer ein Ort der Kultur. Heute beherbergt es Konzertlocations, einen Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen, einen Weihnachtsmarkt und einen Flohmarkt.

Mitte Mai schlugen Senat und Bezirk eine Rahmenvereinbarung zur Beilegung des Konflikts vor. Die Kurth-Gruppe lehnte ab und warf der Stadt vor, frühere Zusagen gebrochen zu haben. Der Eigentümer fordert zudem schnellere Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wie viele Wohnungen entstehen sollen und ob historische Hallen erhalten bleiben.

Benjamin Kiepurning, Mitarbeiter des Club Cassiopeia, hat nun eine Petition gestartet, um die Kurth-Gruppe zurück an den Verhandlungstisch zu drängen. Das Schreiben soll an diesem Freitag dem Senat übergeben werden. Unterdessen haben bereits Dutzende auf dem Kurfürstendamm unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“ gegen die Räumungen protestiert.

Einigen Mietern, darunter dem Club Cassiopeia, wurde bereits gekündigt – die Räumungen könnten bereits nächste Woche beginnen. Mit der Petition und den Protesten soll Druck auf die Kurth-Gruppe ausgeübt werden, die Gespräche wieder aufzunehmen und die kulturelle Zukunft des Geländes zu sichern.

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