21 June 2026, 02:09

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger mit Dankbarkeit begegnen sollten

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärger mit Dankbarkeit begegnen sollten

Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt vor, alltäglichen Ärger mit Güte zu begegnen. Die Autorin plant, Menschen für kleine Verdrussmomente zu danken – etwa wenn jemand den letzten Parkplatz wegnimmt oder sich in der Bäckerschlange vordrängelt.

Das Buch untersucht, wie verschiedene Kulturen ihren Unmut auf einzigartige Weise ausdrücken. Österreicher verfügen über mehr als 50 Wörter für „Idiot“ – von „Dodel“ bis „Nudelaug“. Fluchen wird dort mit einer Energiequelle oder einer Art Yoga verglichen. Langsame Fahrer auf der Südautobahn gelten sogar als belebend – wie ein koffeinfreies Energydrink.

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Währenddessen kennen Isländer über 50 Begriffe für Schnee. Die Autorin wendet ihre Methode auch auf sich selbst an, indem sie Selbstvorwürfe durch den Ausdruck „kognitiver Minimalist“ ersetzt.

Das Buch plädiert für einen Perspektivwechsel im Umgang mit Alltagsärger. Dankbarkeit und Humor sollen als Werkzeuge dienen, um kleine Nervereien gelassener zu meistern. Der Ansatz zielt darauf ab, Reaktionen auf äußere wie innere Reizthemen neu zu gestalten.

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