Protestgruppe formt Hakenkreuz aus veganem Hack bei AfD-Frühstück in Heidenheim
Pavel FaustProtestgruppe formt Hakenkreuz aus veganem Hack bei AfD-Frühstück in Heidenheim
Eine linksgerichtete Protestgruppe hat am Wochenende eine Frühstücksveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in Heidenheim gestört. Aktivisten formten aus veganem Hack und Gewürzgurken ein Hakenkreuz, was bei der rechtsextremen Partei Empörung auslöste. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.
Die Aktion fand in einem Hotel statt, in dem sich AfD-Mitglieder zu einem internen Frühstück versammelt hatten. Die Aktivisten, die dem Zentrum für Politische Schönheit zugerechnet werden, buchten heimlich Zimmer, um Zugang zum Veranstaltungsort zu erhalten. Dort arrangierten sie 1,2 Kilogramm veganes Hack zu einem Hakenkreuz und garnierten es mit Gurken. Daneben platzierten sie die Botschaft „Hütet euch vor der NSAFD“.
Die Verwendung des Hakenkreuzes ist in Deutschland nach Gesetzen über verfassungsfeindliche Symbole verboten. Die Gruppe rechtfertigte ihre Aktion jedoch als „künstlerischen Eingriff“ und bestritt eine Straftat – mit Verweis auf die satirische Absicht. Einige Aktivisten berichteten später von Drohungen durch AfD-Politiker nach der Darstellung des Symbols.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Protestaktion und schlug den Beteiligten vor, sie sollten „lieber einer Arbeit nachgehen“. Das Zentrum für Politische Schönheit ist für provokative Aktionen bekannt, darunter die Unterbrechung eines ARD-Interviews mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel im Jahr 2023.
Die Behörden prüfen nun, ob die Darstellung gegen deutsche Gesetze zu verbotenen Symbolen verstößt. Der Vorfall hat die Debatte über politische Protestformen und die Grenzen der Meinungsfreiheit neu entfacht. Die AfD hat bisher keine weitere Reaktion über Sänzes Äußerungen hinaus angekündigt.






