17 June 2026, 16:09

Pro Bahn warnt vor MVG-Fahrplankürzungen auf U7 und Straßenbahn 25

Verkehrsbündnis kritisiert Pläne zur Verkürzung und fordert Ausbau des ÖPNV in München

Pro Bahn warnt vor MVG-Fahrplankürzungen auf U7 und Straßenbahn 25

Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat Bedenken gegen die geplanten Fahrplanänderungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für 2026/2027 geäußert. Der Verband warnt, dass die vorgesehenen Kürzungen auf stark frequentierten Strecken wie der U-Bahn-Linie U7 und der Straßenbahnlinie 25 Pendler besonders hart treffen würden. Als Grund für die Anpassungen nennt Pro Bahn den angespannten Haushalt der Stadt München.

Nach Ansicht des Verbandes widerspricht die Reduzierung des Angebots auf vielgenutzten Linien dem wachsenden Fahrgastaufkommen in der Stadt. Stattdessen fordert Pro Bahn eine stärkere finanzielle Unterstützung des Öffentlichen Nahverkehrs, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Die Organisation verlangt von der Stadt, dem Land und dem Bund ein verbindliches Bekenntnis zur ausreichenden Finanzierung des Nahverkehrs. Mindestens eine inflationsbereinigte, stabile Pro-Kopf-Förderung sei notwendig, um den Betrieb langfristig zu sichern.

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Pro Bahn kritisiert zudem, dass in der Vergangenheit Gelder oft in Projekte mit geringem Nutzen geflossen seien. Der Verband plädiert nun für eine klügere Infrastrukturplanung, die Kosten senkt und gleichzeitig die Servicequalität verbessert.

Darüber hinaus verweist die Organisation auf ungelöste Kapazitätsprobleme in Werkstätten und Abstellanlagen, wo durch effizientere Abläufe Einsparungen möglich wären. Freigewordene Mittel könnten dann in die Verbesserung des Angebots fließen.

Letztlich zielt Pro Bahn darauf ab, die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs in München zu steigern und den geplanten Wandel hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen. Ohne ausreichende Finanzierung und intelligentere Planung würden die Kürzungen diese Ziele jedoch untergraben, betont der Verband. Die zuständigen Stellen haben sich bisher nicht zu den Forderungen geäußert.

Quelle