Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einwegverpackungen ein
Pavel FaustPotsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einwegverpackungen ein
Potsdam wird als erste Stadt in Brandenburg eine Abgabe auf Einwegverpackungen einführen. Ab dem 1. Juli 2023 fällt ein Aufschlag auf Einwegbecher, -teller, -besteck und -behälter an. Mit der Maßnahme sollen die kommunalen Einnahmen gesteigert und gleichzeitig der Müllberg durch To-go-Lebensmittel und -getränke verringert werden.
Die neue Steuer erhöht den Preis für jeden Einwegbecher, -teller oder -schüssel um 50 Cent. Für Besteckteile wird eine geringere Gebühr von 20 Cent pro Stück fällig. Die Stadt rechnet damit, dass die Abgabe bis 2027 jährlich etwa eine Million Euro einbringen wird.
Potsdams Entscheidung folgt einem ähnlichen Modell in Tübingen, Baden-Württemberg. Auch andere Städte wie Freiburg und Konstanz haben vergleichbare Steuern auf Einwegprodukte eingeführt. Der Städtetag Brandenburg unterstützt den Potsdamer Ansatz und erkennt die dahinterstehenden finanziellen und ökologischen Herausforderungen an.
Kommunen in Brandenburg suchen bereits seit einiger Zeit nach Wegen, um ihre Haushaltslagen zu entlasten. Die Verpackungssteuer bietet dabei einen doppelten Vorteil: Sie generiert zusätzliche Einnahmen und entmutigt gleichzeitig die Nutzung nicht recycelbarer Materialien.
Die Abgabe tritt am 1. Juli 2023 in Kraft und macht Potsdam zur ersten Stadt in Brandenburg, die ein solches System umsetzt. Unternehmen und Verbraucher müssen sich auf die neuen Kosten für Einwegartikel einstellen. Die Stadtverwaltung erwartet langfristig nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch eine spürbare Reduzierung des Verpackungsmülls.






