28 June 2026, 04:11

Porsche startet radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Produktionsverlagerung

Porsche verlegt Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig

Porsche startet radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Produktionsverlagerung

Porsche bereitet sich auf einen umfassenden Umstrukturierungsprozess vor, um die Überkapazitäten in seinen deutschen Werken in den Griff zu bekommen. Das Unternehmen verlagert die Produktion des Cayenne von Bratislava nach Leipzig, um seine Kapazitäten besser auszunutzen. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Sparprogramms, das auch Stellenabbau umfasst.

Das Werk in Leipzig wird künftig alle drei Antriebsvarianten des Cayenne fertigen. Mit dieser Verlagerung soll die langfristige Auslastung des sächsischen Standorts gesichert werden, der bisher mit Unterauslastung zu kämpfen hatte. Allerdings wird das Werk vor Herausforderungen stehen, da sich die Markteinführung neuer Modelle verzögert.

Porsche hat bereits bekannt gegeben, bis August 200 Stellen durch freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Weitere 400 Mitarbeiter könnten vorübergehend an das Volkswagen-Werk in Wolfsburg abgeordnet werden. Mit zusätzlichen Stellenstreichungen ist zu rechnen – im niedrigen vierstelligen Bereich sind Arbeitsplätze in Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach gefährdet.

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Im Oktober wird Vorstandschef Oliver Blume ein umfassendes Restrukturierungskonzept vorstellen. Dieses sieht unter anderem eine Reduzierung der Modellvarianten, schlankere Entwicklungsprozesse und eine engere Zusammenarbeit mit Volkswagen vor. Zudem sind Lohnzugeständnisse der Arbeitnehmervertreter erforderlich. Porsche wollte sich nicht zu Details äußern, bestätigte jedoch laufende Gespräche mit den Betriebsräten.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die Überkapazitäten abzubauen und die Effizienz an den deutschen Standorten zu steigern. Die Verlegung der Cayenne-Produktion und der Stellenabbau sind Teil einer größeren Strategie, um die Geschäftsabläufe zu stabilisieren. Der Erfolg hängt dabei von den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und der termingerechten Einführung neuer Modelle ab.

Quelle