25 April 2026, 02:09

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs – doch seine Vergangenheit holt ihn ein

Eine Frau in einem weißen Hemd hält ein Schild hoch, auf dem "LGBTQ+ Lives Matter" steht, vor einer Wand. Ihr entschlossener Gesichtsausdruck drückt Solidarität mit der LGBTQ+-Gemeinschaft aus.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs – doch seine Vergangenheit holt ihn ein

Philipp Amthor, Politiker der CDU, hat seine Partei aufgefordert, eine deutlichere Haltung in der Feminismusdebatte einzunehmen. Sein Argument: Gleichberechtigung dürfe nicht allein linken Gruppen überlassen bleiben. Diese Forderung kommt überraschend, stand Amthor doch in der Vergangenheit mehrmals feministischen Forderungen skeptisch gegenüber.

2023 setzte sich Amthor etwa für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein. Im selben Jahr lehnte er einen Vorschlag ab, der eine paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten vorschrieb – mit der Begründung, dies sei verfassungswidrig. Bereits 2019 hatte er sich für die Beibehaltung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots sowie für Werbeeinschränkungen bei Schwangerschaftsabbrüchen ausgesprochen.

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Nun betont er, Feminismus sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und kein alleiniges Anliegen der Linken. Amthor forderte zudem Männer in der CDU und ihrer Bundestagsfraktion auf, sich stärker gegen geschlechtsspezifische Vorurteile zu stellen. Er verwies darauf, dass Frauen oft nach anderen Maßstäben beurteilt würden – etwa wenn ihr Äußeres stärker bewertet werde als ihre Argumente.

Gleichzeitig warnte er vor Rückschritten bei der Gleichstellung durch die rechtspopulistische AfD. Seine Äußerungen deuten auf einen Wandel in der Rhetorik hin, während seine bisherige Abstimmungspraxis weiterhin im Widerspruch zu vielen feministischen Positionen steht.

Amthors jüngste Aussagen zielen darauf ab, Feminismus als gesamtpolitisches Thema zu verankern. Doch seine frühere Haltung – etwa gegen Abtreibungsreformen oder Frauenquoten – steht im Kontrast zu seiner aktuellen Argumentation. Die CDU sieht sich nun mit der Frage konfrontiert, wie sie diese Widersprüche in künftigen politischen Debatten auflösen will.

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