17 March 2026, 10:11

Pharmakonzern feiert Kerendia-Durchbruch trotz Roundup-Klagen und Milliardenverlusten

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneikosten sparen."

Pharmakonzern feiert Kerendia-Durchbruch trotz Roundup-Klagen und Milliardenverlusten

Ein großer Pharmakonzern hat vielversprechende Ergebnisse für sein Medikament Kerendia bekannt gegeben, das in einer Studie zur nicht-diabetischen chronischen Nierenerkrankung zentrale Ziele erreichte. Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, da das Unternehmen weiterhin mit rechtlichen Herausforderungen durch Roundup-Klagen konfrontiert ist und sich auf ein entscheidendes Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA im nächsten Jahr vorbereitet. Unterdessen stiegen die Aktien nach der medizinischen Mitteilung um 4,71 % auf 40,25 Euro.

Der Erfolg von Kerendia in der jüngsten klinischen Studie ebnet den Weg zu einem größeren Patientenmarkt. Das Unternehmen plant nun, bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf erweiterte Zulassung einzureichen. Bei einer Genehmigung könnte sich der potenzielle Markt für das Medikament deutlich vergrößern.

Dennoch bleiben die finanziellen Belastungen bestehen: Für das Jahr 2025 meldete der Konzern einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung stieg zudem auf fast 30 Milliarden Euro – unter anderem bedingt durch die Prozesskosten im Zusammenhang mit den Roundup-Klagen. Trotz dieser Zahlen zeigt sich die Pharmasparte widerstandsfähig, gestützt durch Fortschritte in der Medikamentenentwicklung.

Auch die rechtlichen Entwicklungen stehen im Fokus: Der US-Supreme Court wird am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup führen – zeitgleich mit der Hauptversammlung des Unternehmens. Die Aktionäre stimmen dort über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie ab. Eine endgültige Entscheidung zu den Warnhinweisen wird bis Mitte Juni 2026 erwartet.

Neben Kerendia läuft derzeit eine große internationale Studie mit dem Wirkstoff Finerenon. Über 11.000 Patienten in 450 Kliniken in 18 Ländern – darunter 50 in Deutschland – nehmen teil. Die Zulassung für nicht-diabetische Nierenerkrankungen in Deutschland wird für nächstes Jahr erwartet, während zu weiteren internationalen Anträgen noch keine Details vorliegen.

Die nächsten Schritte des Unternehmens umfassen die Beantragung der erweiterten FDA-Zulassung für Kerendia sowie die Bewältigung der rechtlichen und finanziellen Hürden. Investoren werden die anstehende Entscheidung des Supreme Courts zu Roundup und die Dividendenabstimmung auf der Hauptversammlung genau verfolgen. Die Ergebnisse dieser Ereignisse könnten die weitere Entwicklung des Konzerns im kommenden Jahr maßgeblich prägen.

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