29 March 2026, 02:14

Ölpreisschock trifft Thyssenkrupp hart: Aktie stürzt ab, Produktion wird gedrosselt

Schwarz-weiß-Zeichnung einer belebten Stahlfabrik aus den 1910er Jahren mit Arbeitern, Pfählen und Maschinen.

Ölpreisschock trifft Thyssenkrupp hart: Aktie stürzt ab, Produktion wird gedrosselt

Deutschlands Industrie in schwerer Krise: Ölpreisschock und wirtschaftliche Belastungen nehmen zu

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Die deutsche Industrie steht unter massivem Druck, da die Ölpreise stark steigen und die wirtschaftliche Lage sich weiter verschärft. Der Stahl- und Technologiekonzern Thyssenkrupp hat innerhalb von nur 30 Tagen fast ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Gleichzeitig flammen die politischen Debatten über die Energiepolitik angesichts der Krise wieder auf.

Seit März 2026, als sich die Spannungen mit dem Iran zuspitzten, sind die Ölpreise stark angestiegen. Die Nordsee-Sorte Brent notiert mittlerweile bei rund 113 US-Dollar pro Fass – ein deutlicher Anstieg gegenüber den zuvor erwarteten 65 Dollar vor Ausbruch des Konflikts. OPEC-Öl kostet sogar 143 Dollar, was zu einem globalen Fehlbestand von etwa 11 Millionen Barrel pro Tag beiträgt.

Für Thyssenkrupp, dessen Produktion extrem energieintensiv ist, sind die Folgen verheerend: Die Kosten explodieren, während gleichzeitig billige Importe den Konzern unter Druck setzen. Dies zwingt das Unternehmen zu weiteren Produktionskürzungen, insbesondere in seinen französischen Werken. Die Raiffeisen Bank hat ihre Wachstumsprognose für Thyssenkrupp im Jahr 2026 deutlich nach unten korrigiert und verweist auf die sich verschlechternden Marktbedingungen.

An den Finanzmärkten erreichte die Thyssenkrupp-Aktie mit 7,46 Euro ein 52-Wochen-Tief – ein Rückgang um 44 Prozent gegenüber dem Höchststand im Oktober. Der Kursverfall spiegelt die Sorgen der Anleger wider, die steigende Kosten und wachsenden Wettbewerbsdruck fürchten.

Als Reaktion auf die Krise arbeitet die Bundesregierung an einem "Spritpreis-Entlastungspaket" und plant, die nationalen Ölreserven anzuzapfen. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte zudem den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage und deutete eine mögliche Neuausrichtung der Energiepolitik an.

Die Probleme von Thyssenkrupp verdeutlichen die weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der explodierenden Ölpreise und des Importdrucks. Die von der Regierung geplanten Entlastungsmaßnahmen und möglichen Kurswechsel in der Energiepolitik sollen Unternehmen und Verbrauchern helfen. Doch der anhaltende Aktienverfall und die Produktionskürzungen des Konzerns zeigen: Die Herausforderungen bleiben enorm.

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