02 April 2026, 18:12

Oktoberfest 2024: Zwischen Tradition, Kommerz und neuen Herausforderungen

Große Gruppe von Menschen an langen Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen, umgeben von festlichen Zelten, Lichtern und Fahnen.

Oktoberfest 2024: Zwischen Tradition, Kommerz und neuen Herausforderungen

Das Münchner Oktoberfest hat offiziell begonnen und lockt Millionen Besucher auf die Theresienwiese. In den kommenden 16 Tagen werden zwischen sechs und sieben Millionen Gäste erwartet, die sich auf Bier, Tradition und Geschäfte freuen. Das Fest verbindet ausgelassene Feiern mit jahrhundertealten Bräuchen – doch es bringt auch hohe Kosten und moderne Veränderungen mit sich.

Die drei zentralen Anziehungspunkte des Oktoberfests bleiben Tradition, Geselligkeit und Kommerz. Viele Besucher tragen Lederhosen und Dirndl, um die kulturellen Wurzeln des Events lebendig zu halten. Doch hinter den Kulissen ist das Oktoberfest vor allem ein wirtschaftlicher Gigant: Jeder Gast gibt im Schnitt rund 90 Euro aus, was den Gesamtumsatz auf geschätzte 634 Millionen Euro auf dem Festgelände und 1,5 Milliarden Euro für die gesamte Stadt München treibt.

Die Bierpreise spiegeln die Exklusivität der Veranstaltung wider. Ein Liter im Festzelt kostet für zwei Abende 117 Euro, während nahegelegene Hotels über 1.500 Euro pro Nacht verlangen. Unternehmen können zudem Tische in den Bierzelten mieten – die Preise liegen je nach Tag und Uhrzeit zwischen 700 und 2.350 Euro. Trotz des Fokus auf Alkohol sind in diesem Jahr nur vier bis fünf Prozent der sieben Millionen Liter Ausschenkmenge alkoholfrei.

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Neuerungen gibt es unter anderem bei den Zahlungsmethoden: An etwa der Hälfte der Verkaufsstände und in einigen Zelten ist bargeldloses Bezahlen möglich, zudem können Eintrittskarten nun online erworben werden. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem eine Videoüberwachung eingeführt. Bei der Barrierefreiheit hingegen hinkt das Fest noch hinterher: Kein einziges Bierzelt bietet derzeit vollständig barrierefreie Wasserstellen, und aktuelle Planungen sehen keine zusätzlichen Maßnahmen für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen vor.

Das Oktoberfest bleibt damit ein Balanceakt zwischen historischem Charme und modernen Anforderungen. Die wirtschaftliche Bedeutung ist unübersehbar – mit riesigen Umsätzen und hohen Besucherzahlen. Doch Herausforderungen wie Barrierefreiheit und steigende Kosten prägen weiterhin das Erlebnis für die diesjährigen Gäste.

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