03 April 2026, 00:15

NRW investiert 836 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 bis 2032

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenst"ande auf der linken Seite des Bahnsteigs.

NRW investiert 836 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahn-Linie S11 bis 2032

Nordrhein-Westfalen (NRW) treibt den groß angelegten Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln voran. Das Land stellt 305 Millionen Euro für das Projekt bereit, dessen Gesamtkosten sich nun auf 836 Millionen Euro belaufen. Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden, sodass die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2030 beginnen können.

Der Ausbau umfasst ein zweites Gleis entlang der Strecke, die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie den Neubau des Haltepunkts Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut. Zwei zusätzliche Mittelbahnsteige entstehen – einer am Kölner Hauptbahnhof und ein weiterer am Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Die Planfeststellung ist bereits erteilt, sodass die DB InfraGO nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen kann. Die ersten größeren Einschränkungen für Pendler stehen kurz nach Ostern 2026 an, wenn ein digitales Stellwerk in Mülheim installiert wird. Der Gesamtzeitplan bleibt jedoch unsicher: Der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin 2032 gerät durch Überschneidungen mit anderen Projekten in Gefahr.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 alle zehn Minuten verkehren und sich zur Hauptverkehrszeit fast auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichten. Bis dahin müssen sich Fahrgäste jedoch auf jahrelange Behinderungen während der Bauphase einstellen.

Das Vorhaben wird mit 531 Millionen Euro vom Bund gefördert, sodass sich das Gesamtbudget auf 836 Millionen Euro summiert. Zwar steht der genaue Baubeginn noch nicht fest, doch die Maßnahmen sollen Kapazität und Barrierefreiheit auf der stark frequentierten Strecke deutlich verbessern. Pendler müssen sich allerdings auf jahrelange Verspätungen und Umleitungen einstellen, bevor sie von dem erweiterten Angebot profitieren können.

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