22 March 2026, 16:11

NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Mobbing-Vorwürfe und toxisches Arbeitsklima ein

Ein Mann in einem weißen Kleid und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einer anderen Person mit Brille zu seiner Rechten in einem Raum mit einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Mobbing-Vorwürfe und toxisches Arbeitsklima ein

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach reagiert auf schwere Vorwürfe gegen ihre Führungsweise

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach hat auf ernste Vorwürfe zu ihrem Führungsstil reagiert. Berichte über Mobbing und ein toxisches Arbeitsklima in ihrem Ministerium sind öffentlich geworden. Scharrenbach räumte die Kritik ein und bot betroffenen Mitarbeitenden direkte Gespräche an.

Die Vorwürfe, zu denen auch Schilderungen von Angst und Einschüchterung gehören, waren bereits Monate vor Scharrenbachs jüngster Stellungnahme höheren Stellen bekannt geworden.

Im Januar 2025 hatte eine Personalvertreterin Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, offiziell über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium informiert. Dokumente, darunter ein internes Memo, beschrieben die Arbeitsatmosphäre als von "Angst und Einschüchterung" geprägt. Ein hochrangiger Mitarbeiter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört."

Liminski war die Vorwürfe bereits seit mehreren Monaten vor der Bundestagswahl 2025 bekannt. Dennoch gab es keine öffentlichen Maßnahmen, bis Scharrenbach selbst das Problem aufgriff. Sie gab zu, dass ihr persönlicher Führungsstil nicht immer fair mit den Beschäftigten umgegangen sei und die Kritik sie tief getroffen habe.

Als Reaktion hat Scharrenbach bereits Schritte eingeleitet, um die Führungsprozesse zu verbessern. Dazu gehören gemeinsame Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden und die Einbindung des Betriebsrats. Bisher wurden jedoch keine Details zur Arbeitsatmosphäre in der Bauabteilung oder zu früheren Interventionen veröffentlicht.

Der Bereich der digitalen Verwaltung, der zu Scharrenbachs Ressort gehört, steht seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode unter kritischer Beobachtung. Die jüngsten Vorwürfe verschärfen die bestehenden Bedenken hinsichtlich der Führung in ihrem Ministerium.

Scharrenbachs Eingeständnis markiert die erste offizielle Anerkennung der Probleme in ihrem Haus. Nun sind Maßnahmen zur Lösung der Führungsdefizite eingeleitet worden, darunter direkte Gespräche und strukturelle Änderungen. Ob es gelingt, das Vertrauen der Belegschaft zurückzugewinnen, wird sich an den Ergebnissen dieser Bemühungen zeigen.

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