Nordvolt-Skandal: Warum 264 Millionen Euro im Dunkeln bleiben

Nordvolt-Skandal: Warum 264 Millionen Euro im Dunkeln bleiben
Teaser: Abgeordnete kritisieren mangelnde Transparenz im Streit um die Nordvolt-Millionen. Dass eine Anwaltskanzlei besser informiert ist als das Parlament, sorgt für Unmut.
2. Dezember 2025, 18:01 Uhr
Themen: Industrie, Finanzen, Wirtschaft, Politik
Eine vertrauliche Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses von Schleswig-Holstein hat eine Kontroverse über den Umgang mit Restmitteln aus einer 600-Millionen-Euro-Anleihe ausgelöst. Das Geld war ursprünglich dafür vorgesehen, die deutsche Tochter des Batterieherstellers Northvolt zu retten. Nun kritisieren Abgeordnete verschiedener Parteien die fehlende Transparenz bei der möglichen Verwendung der verbleibenden 264 Millionen Euro.
Die Ausschussvorsitzenden Christian Dirschauer (SSW) und Claus Christian Claussen (CDU) forderten die vollständige Offenlegung aller relevanten Unterlagen. Sie argumentierten, dass die Parlamentarier umfassende Informationen benötigten, um die Lage sachgerecht beurteilen zu können. Unterstützung erhielten sie vom wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD, Kianusch Stender, der auf einen Missstand hinwies: Eine Kanzlei habe Zugang zu zentralen Akten, während weder Regierung noch Parlament diese einsehen könnten.
Die Sitzung endete ohne Beschluss über die künftige Verwendung der Gelder. Die Oppositionsfraktionen bestehen weiterhin auf mehr Transparenz, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, wie die verbleibenden 264 Millionen Euro verwaltet werden – und ob dabei die parlamentarische Kontrolle gestärkt wird.

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