Norbert Himmler bleibt trotz Kritik und KI-Skandal ZDF-Intendant
Norbert Himmler bleibt für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF, nachdem der Rundfunkrat seine Wiederbestellung am Freitag bestätigt hat. Die Entscheidung fiel ohne ernsthafte Konkurrenz, obwohl es in jüngster Zeit Kritik an der Ausrichtung des Senders sowie einen Skandal um KI-generierte Bilder gab.
Geboren 1971 in Mainz, ist Himmler eng mit der Stadt verbunden, in der das ZDF seinen Hauptsitz hat. Dort studierte er Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er mit einer Promotion abschloss. Seine Karriere beim Sender begann 1998 als Volontär, nachdem er zuvor bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter tätig gewesen war.
Im Laufe der Jahre stieg er innerhalb des Unternehmens auf und übernahm Positionen wie Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und Leiter der Fiction-Abteilung. Zudem führte er ZDFneo, den digital ausgerichteten Kanal des Senders. 2014 sorgte er als Programmdirektor für Schlagzeilen, als er die langjährige Primetime-Sendung Wetten, dass..? absetzte.
Doch bereits 2021, noch immer als Programmdirektor, holte er die Show zurück. Ein Jahr später, nun als Intendant, trieb er ihre Fortführung voran. Sein aktuelles Jahresgehalt beträgt 372.000 Euro.
Weder die Debatten über die Relevanz des ZDF noch der jüngste Skandal um KI-erzeugte Bilder konnten seine Wiederbestellung verhindern. Der Prozess verlief ohne starke Gegenkandidaten.
Himmers Führung beim ZDF wird sich damit in eine weitere Amtszeit erstrecken – nach einer Karriere, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte beim Sender erstreckt. Die Rückkehr von Wetten, dass..? und sein stetiger Aufstieg durch die Hierarchie des Unternehmens prägen seine Amtszeit. Die Entscheidung des Rundfunkrats sichert Kontinuität an der Spitze für die absehbare Zukunft.