23 March 2026, 20:24

Nicole Büttner kandidiert für FDP-Vorsitz in turbulenter Zeit

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text zur Parteipropaganda.

Nicole Büttner kandidiert für FDP-Vorsitz in turbulenter Zeit

Nicole Büttner, die Generalsekretärin der FDP, hat offiziell ihre Kandidatur für den Parteivorsitz bekannt gegeben. Ihr Antritt kommt zu einer turbulenten Zeit, in der der gesamte Bundesvorstand im März 2026 zurücktreten wird. Der Schritt folgt enttäuschenden Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die schwache Performance der Partei – nur 4,4 Prozent in Baden-Württemberg und 2,1 Prozent in Rheinland-Pfalz – löste am 23. März den Rücktritt des gesamten Vorstands aus. Die Neuwahl der Führung ist nun für Mai angesetzt und verändert die Planungen im Vorfeld der Bundestagswahl 2025. Büttners Vorschlag umfasst ein Doppelspitzenmodell, das Änderungen der Parteisatzung erfordern würde.

Sie kritisierte konkurrierende Bewerber dafür, persönliche Ambitionen über die Erholung der FDP zu stellen. In ihrer Ankündigung warf sie einigen vor, die Wahl zur Austragung interner Konflikte zu nutzen, statt die Partei zu stärken. Büttner schloss zudem aus, Kandidaten zu unterstützen, die ihrer Meinung nach den Wahlkampf für Eigeninteressen ausnutzen.

Aktuell leitet sie den Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments und räumte ihre hohe Arbeitsbelastung ein. Dennoch bestätigte sie ihre Bereitschaft, eine Co-Vorsitzende zu werden, falls die Mitglieder dem Modell zustimmen. Medienberichte hatten bereits am Montagnachmittag über ihre mögliche Kandidatur spekuliert.

Ihr Antritt erhöht den Druck in einem ohnehin vollen Bewerberfeld: Christian Dürr strebt eine Wiederwahl an, während Wolfgang Kubicki erneut ins Rennen geht. Kritiker sehen in den internen Zerwürfnissen ein Zeichen dafür, dass die Partei nach jüngsten Rückschlägen um Orientierung ringt.

Büttners Führungsanspruch zielt darauf ab, den organisierten Liberalismus innerhalb der FDP wiederzubeleben. Die Partei steht nun vor der Mai-Wahl, in der ein neuer Vorstand gewählt und die künftige Ausrichtung entschieden wird. Das Ergebnis wird maßgeblich die Strategie für die Bundestagswahl 2025 prägen.

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