Neue Wahlumfrage enthüllt Angst vor Gewalt in Bussen und Bahnen
Edelgard HolzapfelEin von Vier fühlt sich auf Bus und Zug unsicher - Neue Wahlumfrage enthüllt Angst vor Gewalt in Bussen und Bahnen
Eine aktuelle Wahlumfrage hat weit verbreitete Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland offenbart. Fast jeder dritte Befragte hat bereits Belästigungen, Drohungen oder Gewalt erlebt oder bezeugt, während er mit Bus oder Bahn unterwegs war. Die Ergebnisse kommen nur wenige Tage nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in der Nähe von Kaiserslautern.
Laut der Wahlumfrage fühlen sich 27 Prozent der Befragten im öffentlichen Verkehr unsicher – selbst wenn sie nicht direkt betroffen waren. Weitere 16 Prozent berichteten von verbalen Belästigungen, 5 Prozent wurden bedroht und 4 Prozent körperlich angegriffen. Auch die Beobachtung solcher Vorfälle ist weit verbreitet: 17 Prozent gaben an, Zeuge von Angriffen, Drohungen oder Belästigungen anderer geworden zu sein.
Jüngere Fahrgäste und Frauen fühlten sich häufiger unsicher oder berichteten von negativen Erlebnissen. Im Gegensatz dazu gaben 29 Prozent der Befragten an, noch nie schlechte Erfahrungen in Bussen oder Zügen gemacht zu haben. Gleichzeitig meiden 25 Prozent der Teilnehmer den öffentlichen Nahverkehr gänzlich.
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter während einer Ticketkontrolle in der Nähe von Kaiserslautern hat die Sorgen weiter verschärft. Der Mitarbeiter war von einem Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis angegriffen worden und erlag später seinen Verletzungen. Die Behörden haben bisher keine weiteren Details zum Vorfall veröffentlicht.
Die Wahlumfrage lieferte keine Daten zur allgemeinen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder zu regionalen Unterschieden. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse die anhaltenden Sicherheitsprobleme für Fahrgäste und Personal gleichermaßen.
Die Zahlen zeigen, dass unsichere Erlebnisse im öffentlichen Verkehr einen erheblichen Teil der Reisenden betreffen. Da jeder vierte Befragte Busse und Bahnen komplett meidet, könnte das Problem auch das allgemeine Verkehrsverhalten beeinflussen. Der jüngste tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter hat die Forderungen nach verbesserten Sicherheitsmaßnahmen zusätzlich dringlicher gemacht.
Neue Sicherheitsmaßnahmen nach Angriff auf Zugführer bekanntgegeben
Die Behörden haben konkrete Schritte zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Verkehr nach dem Angriff im Februar 2026 bestätigt. Wichtige Entwicklungen sind:
- Erweiterte Videoüberwachung und zusätzliche Personal in Regionalzügen.
- Verpflichtende Bodycams mit Audioaufzeichnung für das Personal, ab März 2026.
- Eine nationale Konferenz am 25.-26. März, um Finanzierung für verbesserte Sicherheitskräfte und Notfallreaktionswerkzeuge zu sichern.