Neue Schutzregeln: Wie soziale Medien für Kinder sicherer werden sollen
Edelgard HolzapfelNeue Schutzregeln: Wie soziale Medien für Kinder sicherer werden sollen
Eine Regierungskommission hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um Kinder und Jugendliche vor den Risiken sozialer Medien und künstlicher Intelligenz zu schützen. Die Vorschläge umfassen Altersbeschränkungen sowie strengere Schutzmechanismen für Heranwachsende. Bildungsministerin Karin Prien hat sich bereits unterstützend zu den Plänen geäußert.
Olaf Köller präsentierte 56 Empfehlungen, die digitale Kompetenz, Inklusion und eine gesunde Entwicklung von Kindern in Einklang bringen sollen. Zu den zentralen Vorschlägen gehören zwei Modelle für den Zugang zu sozialen Medien: ein gesetzliches Mindestalter von 13 Jahren oder plattformspezifische Altersgrenzen statt eines pauschalen Verbots für unter 14-Jährige.
Die Kommission forderte zudem umfassendere Schritte. Schulen sollen bestehende Medienbildungsprogramme ausbauen, und Universitäten müssen Medienkompetenz in die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte integrieren. An die Politik appellierte die Kommission, bestimmte Mechanismen zu verbieten, mit denen Plattformen Nutzerinnen und Nutzer gezielt an sich binden.
Auch im Gesundheitsbereich sieht die Kommission Handlungsbedarf: Kinderärztinnen und Kinderärzte sollen bei Vorsorgeuntersuchungen routinemäßig über die Gefahren sozialer Medien aufklären. Hebammen wurden aufgefordert, werdende Eltern über die Risiken von Bildschirmzeit bei Säuglingen und übermäßiger Handynutzung während der Schwangerschaft zu informieren.
Ministerin Prien begrüßte die Vorschläge und sprach sich für die 13-Jahre-Grenze aus. Sie versprach, sich mit vollem Einsatz für die Umsetzung der Empfehlungen in konkrete Politik einzusetzen. Ziel ist es, eine sicherere digitale Umgebung zu schaffen – ohne dass junge Menschen dabei den Anschluss an essenzielle Online-Fähigkeiten verlieren.
