30 June 2026, 20:21

Netzausbau stockt: Wie erneuerbare Energien die Stromnetze überlasten

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Expansion ist die entscheidende Herausforderung

Netzausbau stockt: Wie erneuerbare Energien die Stromnetze überlasten

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen, Landkreisen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die zunehmende Belastung der Netze durch steigenden Bedarf und den Ausbau erneuerbarer Energien.

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Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert. Neben führenden regionalen Netzbetreibern nahmen auch lokale Vertreter teil. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, betonte die Notwendigkeit, Stromerzeugung, Netzkapazitäten, Speicherlösungen und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen.

Der rasche Zubau von Wind- und Solarenergie übersteigt die Entwicklung der Netzinfrastruktur bei Weitem. Einige neue Anlagen für erneuerbare Energien müssen bereits mit Verzögerungen bei der Netzanbindung rechnen. Auch Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, den benötigten Netzanschluss zu erhalten.

Der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher verschärft die Situation zusätzlich. Viele Städte und Gemeinden verzeichnen eine wachsende Nachfrage nach Batteriespeichersystemen. Netzbetreiber wiesen darauf hin, dass großflächige Speicherlösungen zwar sinnvoll seien, das Netz jedoch weiter belasten.

Der Regionalrat Freiburg kündigte Maßnahmen an, um die Abstimmung zwischen den Beteiligten zu verbessern und Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen.

Die Teilnehmer des Treffens unterstrichen die Dringlichkeit, die Netzinfrastruktur zügig auszubauen, um mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien Schritt zu halten. Ohne schnellere Fortschritte drohen weitere Projekte und Unternehmen mit Anschlussverzögerungen konfrontiert zu werden. Bessere Koordination und beschleunigte Genehmigungen könnten helfen, die aktuelle Belastung des Systems zu verringern.

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