19 April 2026, 16:11

Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Pudong-Filialen

Innenseite einer chinesischen Apotheke mit Glaswänden, Regalen voller Artikel, verstreuten Kartons, einer Pflanze links und einem Namensschild oben, das auf eine chinesische Drogerie hinweist.

Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Pudong-Filialen

Der deutsche Einzelhändler Müller hat seine Expansionspläne in China vorerst auf Eis gelegt. Ursprünglich wollte das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren bis zu 500 Filialen im Reich der Mitte eröffnen. Nun verlagert es seinen Fokus stattdessen auf neue Märkte in Europa.

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In Shanghais Stadtteil Pudong hatte Müller bereits Fortschritte gemacht: Ein Standort für die erste Filiale war ausgewählt, die Eröffnung für Ende 2026 vorgesehen. Chu Tongzhou, der für die China-Geschäfte zuständige Manager des Unternehmens, hatte sogar Details zur Standortwahl und den geplanten Eröffnungsterminen bekannt gegeben.

Die Gespräche mit der lokalen Entwicklungsbehörde in Pudong wurden als offen und konstruktiv beschrieben. Dennoch bestätigte Müller, dass die Verhandlungen vorerst nicht weitergeführt werden. Beide Seiten ließen jedoch die Tür für künftige Kontakte offen, falls sich die Rahmenbedingungen ändern sollten.

Der Händler betonte, dass die China-Pläne nur pausiert, nicht aber endgültig gestrichen seien. Sollten sich neue Chancen ergeben, sei man bereit, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Vorerst werde man sich jedoch auf das Wachstum in der Slowakei und Tschechien konzentrieren.

Müllers Entscheidung bedeutet, dass der Eintritt in den chinesischen Markt vorerst nicht stattfinden wird. Die europäische Expansion hat nun Vorrang – mit der Slowakei und Tschechien als zentrale Zielmärkte. Künftige Schritte in China hängen von erneuten Gesprächen und günstigen Rahmenbedingungen ab.

Quelle