Mitteldeutschland-Anbindung der Bahn: Bau startet erst 2028 statt 2024
Bianca StiebitzMitteldeutschland-Anbindung der Bahn: Bau startet erst 2028 statt 2024
Pläne für die Mitteldeutschland-Anbindung der Bahn erleiden massive Verzögerung
Der Baubeginn für die wichtige Schienenverbindung in Mitteldeutschland sollte eigentlich in diesem Jahr starten, wurde nun aber auf 2028 verschoben. Das Projekt zielt darauf ab, den Fernverkehr zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland zu verbessern – doch die Finanzierung bleibt ungewiss.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert schnellere Fortschritte bei der Mitteldeutschland-Anbindung. Sie bezeichnet die Strecke als eine der wichtigsten Bahnverbindungen der Region. Die Fraktion setzt sich für eine vollständige Elektrifizierung zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz ein sowie für den teilweisen Ausbau auf zweigleisigen Betrieb.
Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Maßnahmen. Elektrifizierung und Gleisausbau seien entscheidend für bessere Verbindungen, so Kobelt. Das Vorhaben ist Teil eines größeren Plans, der Chemnitz und Dresden über schnellere Verbindungen mit Erfurt, der Rhein-Main-Region und dem Ruhrgebiet verknüpfen soll.
Doch die Finanzierung bleibt ein großes Hindernis. Bis 2029 fehlen noch rund zwei Milliarden Euro für verschiedene Bahnprojekte. Allein der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz erfordert voraussichtlich 544 Millionen Euro. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für die Arbeiten bereitstehen.
Infolgedessen wurde die vollständige Elektrifizierung der Strecke auf 2032 verschoben. Die Verzögerung bedeutet, dass Fahrgäste länger auf kürzere Reisezeiten zwischen Mittel- und Westdeutschland warten müssen.
Die Mitteldeutschland-Anbindung steht nun vor einer sechsjährigen Verzögerung, bevor überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann. Ohne zusätzliche Bundesmittel bleiben Zeitplan und Nutzen des Projekts gefährdet. Schnellere Verbindungen zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland hängen davon ab, ob die finanziellen Hürden überwunden werden können.






