Merz warnt: Deutschland ist nicht mehr verteidigungsfähig – was jetzt passiert
Edelgard HolzapfelMerz warnt: Deutschland ist nicht mehr verteidigungsfähig – was jetzt passiert
Bundeskanzler Friedrich Merz warnt: Deutschland ist nicht mehr verteidigungsfähig
In einer jüngsten Stellungnahme hat Bundeskanzler Friedrich Merz betont, dass Deutschland derzeit nicht in der Lage sei, sich selbst zu verteidigen. Er unterstrich die dringende Notwendigkeit, die militärische Schlagkraft und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Landes wiederaufzubauen. Seine Äußerungen fallen mit der Vorstellung umfassender Verteidigungsreformen und Rekordausgaben durch die Regierung zusammen.
Merz machte seine Position deutlich, indem er wiederholt den Begriff "verteidigungsfähig werden" verwendete – eine bewusste Wortwahl, um die aktuellen Schwächen Deutschlands zu betonen. Er argumentierte, dass die Fähigkeit des Landes, in Europa Einfluss zu nehmen und seine globalen Interessen zu wahren, zunächst die Behebung innerer Defizite erfordere. Die größten Herausforderungen seien selbstverschuldet und bedürften sofortigen Handelns.
Die Regierung hat mit einem massiven Anstieg der Verteidigungsausgaben reagiert. Seit 2023 hat sich das Budget verdreifacht und wird 2026 über 108 Milliarden Euro erreichen. Davon entfallen 82,69 Milliarden auf den regulären Betrieb und weitere 25,51 Milliarden auf einen Sonderfonds. Allein 48 Milliarden sind für Beschaffungen vorgesehen, darunter 15 Milliarden speziell für Munition, Drohnen und Luftabwehrsysteme. Bis 2029 sollen die Gesamtausgaben auf 152 Milliarden Euro steigen – das höchste Niveau seit dem Kalten Krieg und weit über dem der meisten europäischen Nachbarn.
Um Merz' Forderung nach Verteidigungsbereitschaft zu erfüllen, hat Berlin ein neues Modell für einen freiwilligen Wehrdienst eingeführt, mit der Wehrpflicht als mögliche Rückfalloption. Ziel ist es, die Streitkräfte bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern. Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen soll die Modernisierung vorantreiben, mit Schwerpunkt auf Drohnen, Anti-Drohnen-Technologie und digitalen Kriegsführungskapazitäten. Zudem werden Gespräche über eine Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung mit Großbritannien und Frankreich geführt.
Für Merz bedeutet Stärke in der heutigen Welt zwei Dinge: eine robuste Wirtschaft, die Arbeitsplätze sichert, und eine Armee, die das Land verteidigen kann. Beide Ziele hat er zur obersten Priorität der Regierung erklärt.
Die Reformen markieren eine radikale Wende in der deutschen Sicherheitspolitik, mit Ausgaben und Truppenstärken, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr zu verzeichnen waren. Gelingen die Pläne, würde Deutschland zu einer der militärisch stärksten Nationen Europas aufsteigen. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die geplanten Erweiterungen bei Personal, Technologie und Finanzen bis zum Stichtag 2035 vollständig umgesetzt werden.






