22 April 2026, 08:15

Mainzer Politikerin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen einen "Schlag ins Gesicht"

Eine große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln und Schaufensterpuppen im Hintergrund, was auf eine Demonstration hindeutet.

Mainzer Politikerin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen einen "Schlag ins Gesicht"

Die geplante Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen hat scharfe Kritik einer Kommunalpolitikerin ausgelöst. Janina Steinkrüger, Umwelt- und Verkehrsdezernentin der Stadt Mainz, bezeichnete das Projekt als "Schlag ins Gesicht" für Anwohner, die bereits unter Lärmbelastung leiden. Sie warf den Verantwortlichen vor, jahrelange unhaltbare Versprechungen zu ignorieren und die ohnehin angespannte Situation in der Rhein-Main-Region weiter zu verschärfen.

Steinkrüger hinterfragte die Begründung für Terminal 3 und verwies darauf, dass die Flughafenbetreiber seit Langem mit stark steigenden Passagier- und Flugzahlen argumentieren. Doch ihrer Ansicht nach hätten die tatsächlichen Daten einen derartigen Ausbau nie gerechtfertigt. Der ursprüngliche Zweck des Projekts – die Kapazitätserweiterung – sei mittlerweile in den Hintergrund getreten, stattdessen werde nun von einer "Verbesserung der Abfertigungsqualität" gesprochen – ein Vorwand, wie sie kritisierte, um in geschützte Waldgebiete vorzudringen.

Ihre Kritik richtete sich auch gegen die Abhängigkeit des Flughafens von Billigfluggesellschaften und Frachtbetrieben. Steinkrüger vermutet, dass damit stagnierende Flugzahlen verschleiert werden sollen. Zudem betonte sie, dass die Lärmbelastung in der Region seit Jahren unerträglich sei und der Flugverkehr die tolerierbaren Grenzen bereits überschritten habe.

Die Eröffnung des Terminals bezeichnete sie als "Beerdigung für eine lärmgeplagte Region" und äußerte Zweifel, ob das geschlossene Terminal 2 jemals wieder in Betrieb genommen werde. Letztlich gehe es beim Ausbau stets um die Steigerung der Flugkapazitäten – eine Entscheidung, die die Lärmbelastung für die Anwohner weiter verschlimmern werde.

Steinkrügers Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Flughafenausbau und dem Wohl der umliegenden Bevölkerung wider. Trotz ihrer Warnungen vor Lärm, Umweltschäden und gebrochenen Versprechen wird die Eröffnung von Terminal 3 vorangetrieben. Ob das Projekt die Überlastung verringert oder die bestehenden Probleme verschärft, bleibt umstritten.

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