16 March 2026, 12:18

Lyten revolutioniert Norddeutschland mit Lithium-Schwefel-Batterien nach Northvolt-Rückzug

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Lyten plant Batterie-Neustart in Heide mit spezieller Technologie - Lyten revolutioniert Norddeutschland mit Lithium-Schwefel-Batterien nach Northvolt-Rückzug

Großes Batterieprojekt in Norddeutschland nimmt neue Richtung nach Northvolts Rückzug

Nach dem Ausstieg des schwedischen Unternehmens Northvolt plant nun das US-amerikanische Unternehmen Lyten den Bau einer hochmodernen Produktionsstätte in der Nähe von Heide – mit Fokus auf Lithium-Schwefel-Batterietechnologie. Die Neuausrichtung weckt das Interesse lokaler Unternehmen, da sich das Vorhaben von der klassischen Massenproduktion von Batterien abheben soll.

Ursprünglich war das Gelände für eine Northvolt-Fabrik vorgesehen, die rund 3.000 Arbeitsplätze schaffen sollte. Die schwedische Firma hatte für das Projekt eine wandelbare Anleihe in Höhe von 600 Millionen Euro von der staatseigenen KfW-Bank erhalten. Nach der Insolvenz von Northvolt übernahm Lyten jedoch dessen schwedische Aktivitäten – darunter das Hauptwerk in Skellefteå und ein Forschungszentrum in Västerås – für etwa 4,2 Milliarden Euro.

Lytens Ansatz unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Batterieherstellern. Die Lithium-Schwefel-Technologie kommt ohne Kobalt und Nickel aus, zwei kritische Rohstoffe. Zudem bieten die Batterien eine höhere Energiedichte bei geringerem Gewicht, was sie für Nischenanwendungen ideal macht. Allerdings gibt es noch Herausforderungen bei der Raumeffizienz und der Schnellladung.

Finanziell ist das Projekt abgesichert: Fast 200 Millionen Euro aus der ursprünglichen Anleihe liegen auf einem Treuhandkonto. Experten empfehlen, einen Beirat mit wichtigen Akteuren zu bilden, um voranzukommen. Zudem ist ein klarer Plan nötig, um Lytens über 550 Patente in industrielle Lösungen umzusetzen. Die lokale Führung wird eine entscheidende Rolle spielen, um die Unterstützung der Gemeinschaft zu gewinnen.

Bei reibungslosem Verlauf könnten die Bauarbeiten bereits 2027 beginnen – vorausgesetzt, Lyten übernimmt erfolgreich die deutsche Northvolt-Tochter. Die geplante Anlage soll eine Batteriezellenfabrik, ein Rechenzentrum und ein Energiespeicherkraftwerk umfassen.

Das Projekt in Heide markiert einen Wandel hin zu spezialisierter Batterieproduktion in der Region. Lytens Technologie könnte die Abhängigkeit von knappen Rohstoffen verringern und gleichzeitig energiereiche Märkte bedienen. Mit finanziellen Sicherheiten und bereitstehenden Patenten stehen nun die Gewinnung lokaler Unterstützung und der Abschluss der Übernahme im Mittelpunkt.

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