Realwächte Einkommen in Schleswig-Holstein sind um 2.1 Prozent gestiegen - Löhne in Schleswig-Holstein 2025: Wer profitiert – und wer verliert?
Löhne in Schleswig-Holstein wuchsen 2025 ungleich – mit klaren Gewinnern und Verlierern
Die Löhne in Schleswig-Holstein entwickelten sich 2025 uneinheitlich: Während einige Gruppen deutliche Zuwächse verzeichneten, mussten andere real spürbare Einbußen hinnehmen. Zwar stiegen die Nominallöhne für Vollzeitbeschäftigte um 4,1 Prozent, doch die Realeinkommen von Ingenieur:innen sanken im Fünfjahresvergleich deutlich. Die aktuellen Zahlen zeigen zudem weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Gut- und Geringverdiener:innen sowie zwischen den Geschlechtern und Berufsgruppen.
Die Nominallöhne von Vollzeitkräften in Schleswig-Holstein erhöhten sich 2025 um 4,1 Prozent. Inflationsbereinigt ergab sich dennoch ein realer Zuwachs von 2,1 Prozent. Frauen profitierten dabei mit einem nominalen Plus von 4,6 Prozent stärker als Männer (3,8 Prozent).
Besonders kräftig stiegen die Löhne im unteren Einkommenssegment: Die schlechtest bezahlten 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten verzeichneten ein nominales Plus von 5,7 Prozent, während die top 20 Prozent der Verdienenden nur 3,8 Prozent mehr erhielten. Auch Auszubildende konnten ein überdurchschnittliches Lohnwachstum verbuchen – ihre Nominallöhne kletterten um 6,3 Prozent.
Für Ingenieur:innen hingegen sieht die Bilanz düster aus: Zwischen 2020 und 2025 sanken ihre Reallöhne inflationsbereinigt um 14,4 Prozent. Bundesweit zeigte sich ein ähnliches Bild: Zwar stiegen die Nominallöhne um 4,3 Prozent, doch die realen Einkommen gingen im selben Zeitraum um 14 Prozent zurück. Im Jahr 2025/2026 belegte Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Ingenieursgehalt von 57.900 Euro nur Platz 10 im Ländervergleich – hinter westdeutschen Bundesländern wie dem Saarland (58.600 Euro), aber vor ostdeutschen wie Sachsen (52.600 Euro).
Die Daten zeichnen ein gespaltenes Bild der Lohnentwicklung in Schleswig-Holstein: Während Geringverdiener:innen und Auszubildende überdurchschnittliche Nominallohnsteigerungen erfuhren, mussten Ingenieur:innen massive Realeinkommensverluste hinnehmen. Zudem bleiben die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern und Einkommensgruppen spürbar – Frauen und niedriger entlohnte Beschäftigte erhielten prozentual höhere Zuwächse als ihre männlichen bzw. besser verdienenden Kolleg:innen.