05 June 2026, 13:28

Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern

In welchem deutschen Bundesland verdienen Lehrer am meisten?

Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern

Lehrergehälter in Deutschland unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich

Die Einkommen von Lehrkräften in Deutschland variieren stark – je nachdem, in welchem Bundesland sie unterrichten. Die Differenz zwischen den höchsten und niedrigsten Gehältern kann mehrere hundert Euro pro Monat betragen. Diese Unterschiede ergeben sich aus regionalen Tarifstrukturen, Schulformen sowie historischen Gehaltsunterschieden zwischen den ost- und westdeutschen Ländern.

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Im Jahr 2026 wird Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Lehrergehalt von 56.000 Euro pro Jahr an der Spitze liegen. Die bestbezahlten Lehrkräfte dort können bis zu 89.700 Euro verdienen. Es folgen Hamburg (54.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (54.000 Euro).

Bayern, das oft als Bundesland mit hohen Gehältern gilt, liegt mit einem Durchschnittseinkommen von 52.800 Euro nur auf Platz fünf. Am unteren Ende der Skala befindet sich Mecklenburg-Vorpommern mit 47.400 Euro im Schnitt. Auch Thüringen und Sachsen-Anhalt zählen zu den Ländern mit den niedrigsten Lehrergehältern.

Der Gesamtunterschied zwischen den höchsten und niedrigsten Gehältern beträgt etwa 8.700 Euro pro Jahr – das entspricht rund 725 Euro monatlich. Diese Diskrepanzen gehen auf den Beamtenstatus, Besoldungsgruppen und die nachwirkende Gehaltskluft zwischen Ost und West zurück. Da die Bildungspolitik Ländersache ist, prägen auch die jeweiligen Landesregelungen die Einkommen.

Eine bevorstehende Pensionierungswelle in den ostdeutschen Bundesländern könnte den Druck auf höhere Löhne erhöhen. Da immer weniger erfahrene Lehrkräfte zur Verfügung stehen, könnte sich die Forderung nach besseren Gehältern in den kommenden Jahren verstärken.

Die Gehaltsunterschiede verdeutlichen die anhaltenden Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem. Während Länder wie Schleswig-Holstein und Hamburg deutlich mehr zahlen, hinken die ostdeutschen Bundesländer hinterher. Angesichts des drohenden Lehrkräftemangels könnten diese Differenzen zu einem zentralen Thema für die Bildungspolitik werden.

Quelle