KSI erneut in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz entfacht Empörung
Anett ZobelKSI erneut in der Kritik: Altes Video mit Gewalt-Witz entfacht Empörung
Der YouTuber und Britain’s Got Talent-Juror KSI steht erneut in der Kritik, nachdem ein altes Video wieder aufgetaucht ist. In dem Clip macht er einen Witz darüber, schwangere Frauen zu schlagen – und entfacht damit erneut Debatten über seine umstrittenen Äußerungen in der Vergangenheit. Die aktuelle Empörung kommt Jahre, nachdem er sich wegen eines separaten Rassismus-Vorfalls vorübergehend aus den sozialen Medien zurückgezogen hatte.
Auslöser der Kontroverse ist ein gelöschtes YouTube-Video aus dem Jahr 2017, in dem KSI scherzte, er würde ein Baby schlagen, falls eine Frau mit seinem Kind schwanger würde. Die als zutiefst beleidigend beschriebene Bemerkung hat scharfe Verurteilung von Hilfsorganisationen für häusliche Gewalt ausgelöst. Die Frauenrechtsorganisation Women’s Aid bezeichnete solche „Witze“ als inakzeptabel und warnte, sie verharmlosten die Schwere von Gewalt gegen Frauen.
KSIs Vertreter reagierte mit dem Hinweis, das Video sei fast ein Jahrzehnt alt. Man betonte, der heute 31-Jährige bereue inzwischen seine Wortwahl. Es ist nicht das erste Mal, dass der Star für seinen Humor kritisiert wird: 2023 zog er sich bereits nach einem rassistischen Spruch in einem Parodie-Video vorübergehend aus den sozialen Medien zurück.
Der YouTuber, der als Mitglied der Gruppe The Sidemen bekannt wurde und über 18 Millionen Abonnenten vorweisen kann, hat eine Geschichte damit, Grenzen auszutesten. Selbst seine Mutter mahnte ihn öffentlich einmal, Kondome zu benutzen, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden – was die langjährige Diskussion über seinen provokanten Stil weiter anheizte.
Das wieder aufgetauchte Video rückt KSI erneut in den Fokus der Kritik, mit Forderungen nach mehr Verantwortungsbewusstsein von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Seine früheren Entschuldigungen und Social-Media-Pausen konnten die aktuelle Empörung kaum abschwächen. Hilfsorganisationen und Kritiker betonen weiterhin: Witze über Gewalt haben in der Unterhaltungsbranche nichts verloren.






