10 April 2026, 22:10

Klöckner fordert gesellschaftlichen Kampf gegen Gewalt an Frauen und mehr Männerengagement

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen, mit einer sitzend in der Mitte, aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit verschiedenen Alters- und Ethnien.

Klöckner fordert gesellschaftlichen Kampf gegen Gewalt an Frauen und mehr Männerengagement

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich mit Nachdruck für ein entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an Frauen ausgesprochen. In einer aktuellen Debatte begrüßte sie zwar die Diskussion, kritisierte jedoch, dass zentrale Aspekte weiterhin vernachlässigt würden. Klöckner betonte, dass das Problem ein gesamtgesellschaftliches Engagement erfordere – und nicht allein Frauen in die Pflicht genommen werden dürften.

Eindeutig verurteilte sie Gewalt gegen Frauen unabhängig von kulturellem oder religiösem Hintergrund. Besonders Zwangsehen und Gruppenvergewaltigungen nannte sie als extreme Formen der Misshandlung, die offen und ohne Tabus angegangen werden müssten.

Auch der rechtliche Schutz stand im Fokus ihrer Ausführungen. Die CDU-Politikerin forderte längst überfällige Reformen, um Frauen besser vor digitaler Gewalt zu schützen – ein Bereich, der ihrer Ansicht nach gefährlich vernachlässigt werde. Doch Gesetze allein reichen nicht: Klöckner plädierte für einen kulturellen Wandel und rief Männer auf, mit gutem Beispiel voranzugehen – durch gleichberechtigtes Verhalten und den aktiven Einsatz für Respekt.

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Ihre Forderungen gingen über rechtliche und strukturelle Maßnahmen hinaus. Klöckner bestand darauf, dass Männer eine aktive Rolle in der Debatte übernehmen müssten: durch vorbildhaft gewaltfreies Handeln und die konsequente Ächtung frauenfeindlicher Einstellungen. Ohne ihre Mitwirkung, warnte sie, werde es keinen durchgreifenden Fortschritt geben.

Die Bundestagspräsidentin stellt Gewalt gegen Frauen damit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Sie fordert schärfere Gesetze, einen Mentalitätswandel und mehr Engagement von Männern, um Missbrauch in all seinen Formen zu bekämpfen. Die Diskussion, so ihr Appell, müsse nun von Worten zu konkreten Taten übergehen.

Quelle