Kinder- und Jugendverband VKJH kämpft um Überleben durch Finanzkrise
Edelgard HolzapfelKinder- und Jugendverband VKJH kämpft um Überleben durch Finanzkrise
Schließung droht: Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) in finanzieller Schieflage
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung – Grund ist eine prekäre finanzielle Situation. Die Bildungsbehörde der Stadt plant, die bestehende Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche mit einer neuen Stelle für Kitas zusammenzulegen und den Vertrag neu auszuschreiben. Damit steht die Zukunft der gesamten Organisation auf dem Spiel.
Aktuell beschäftigt der VKJH 90 Festangestellte und 150 freiberufliche Mitarbeiter:innen in 17 Einrichtungen und 27 Projekten. Doch die Mittel reichen nicht aus, um die Kosten der Zentrale zu decken – darunter die Gehälter für eine Geschäftsführerin und eine Verwaltungsmitarbeiterin. Um diese Stellen zu erhalten, fehlen jährlich zusätzliche 120.000 Euro.
Die OHA!-Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte, die 2017 eingerichtet wurde, bearbeitet rund 300 Beratungsfälle pro Jahr und thematisiert öffentlich Missstände in der Jugendhilfe. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) kritisiert die Pläne der Stadt, die Ombudsstellen-Vergabe neu auszuschreiben. Obwohl die Bildungsbehörde die finanziellen Probleme des VKJH anerkennt, hält sie an der Neuausschreibung fest.
Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der Verband, seine Einrichtungen und Projekte an die Bezirksämter zu übertragen. Die Stadt hat bereits angedroht, die Ombudsstelle im Rahmen der Umstrukturierung aufzulösen.
Die Zukunft des VKJH hängt nun davon ab, ob bis zum Stichtag im Juni eine stabile Finanzierung oder eine andere Regelung gefunden wird. Andernfalls könnte die Organisation aufgelöst und die Ombudsstelle eingestellt werden. Trotz der finanziellen und operativen Herausforderungen bleibt die Stadt bei ihrem Vorhaben, den Vertrag neu zu vergeben.
