Kieler Stadtwerke nutzen Drohnen für effizientere Fernwärme-Kontrollen
Anett ZobelStadtwerke nutzen Drohnen, um Lecks im Fernwärmenetz zu finden - Kieler Stadtwerke nutzen Drohnen für effizientere Fernwärme-Kontrollen
Kieler Stadtwerke setzen Drohnen zur Überprüfung des Fernwärmenetzes ein
Die Stadtwerke Kiel werden in Kürze damit beginnen, ihr Fernwärmenetz mit Hilfe von Drohnen zu inspizieren. Die Befliegungen dienen der Erkennung von Wärmeverlusten und möglichen Lecks im 378 Kilometer langen Leitungsnetz der Stadt. Die Einsätze starten Anfang März und sollen an mehreren Abenden bis Ende des Monats stattfinden.
Die Drohnen fliegen in Höhen zwischen 90 und 120 Metern und richten ihre Wärmesensoren direkt nach unten. Diese erfassen zwar Oberflächentemperaturen, können jedoch nicht durch Fenster oder in Gebäude hineinblicken. Die Flüge finden jeweils zwischen 22 und 6 Uhr statt – Anwohner könnten während der Inspektionen ein leises Summen vernehmen.
Zur Sicherheit sind die Drohnen mit Fallschirmsystemen ausgestattet, die im Notfall einen kontrollierten Sinkflug ermöglichen. Sollte eine Drohne unerwartet landen müssen, ertönt ein Alarm, um Personen in der Nähe zu warnen. Ziel der Aktion ist es, Schwachstellen im Wärmenetz zu identifizieren, um Reparaturen gezielter und effizienter durchführen zu können.
Innerhalb von vier bis fünf Nächten soll das gesamte 364 Kilometer lange Leitungsnetz überprüft werden. Mithilfe der Wärmebildkameras will das Unternehmen Bereiche mit Wärmeverlusten lokalisieren und gezielt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung einleiten.
Die Drohnenbefliegungen liefern detaillierte Daten zum Zustand des Kieler Fernwärmenetzes. Die Ergebnisse helfen der Stadt, Wartungsarbeiten priorisiert durchzuführen und Energieverschwendung zu reduzieren. Das Projekt soll bis Ende März abgeschlossen sein.